Pressekonferenz des chinesischen Außenministeriums
 
Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Kong Quan, hat am Dienstag in Beijing vor der Presse bekräftigt, dass China in der nordkoreanischen Nuklearfrage auch weiterhin eine aktive und konstruktive Rolle spielen werde. Ziele müssten die Atomwaffenfreiheit sowie die Erhaltung von Frieden und Stabilität auf der Koreanischen Halbinsel sein.

China plädiere für einen schnellstmöglichen Dialog zwischen den USA und Nordkorea, um die Nuklearfrage im Rahmen des nordkoreanisch-amerikanischen Abkommens politisch beizulegen.

Zum China-Besuch des pakistanischen Ministerpräsidenten Mir Zafarullah Khan Jamali sagte der Sprecher, dieser Besuch sei sehr bedeutsam. Die Regierungschefs beider Länder hätten den weiteren Ausbau der bilateralen Beziehungen erörtert und dabei vier Punkte vereinbart. Erstens sollten die gegenseitigen Besuche auf hoher Ebene verstärkt werden. Zweitens gelte es, Kontakte und Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen insgesamt weiter auszubauen. Drittens solle die Zusammenarbeit in Wirtschaft und Handel verstärkt werden. Und viertens wolle man in internationalen Angelegenheiten, insbesondere im Kampf gegen den Terrorismus, enger zusammenarbeiten.

Kong Quan äußerte sich zudem schockiert über den bewaffneten Anschlag im von Indien kontrollierten Teil von Kashmir und verurteilte den Vorfall.

Kong Quan forderte außerdem erneut einen Stopp des Kriegs gegen den Irak und eine politische Lösung der Irak-Frage.

Weiter sagte Kong Quan, China werde alle Vorschläge berücksichtigen, die für ein Ende des Krieges, eine Wiederherstellung des Friedens sowie für eine politische Lösung der Irak-Frage nützlich seien.

Dieser Standpunkt der chinesischen Regierung werde von der Bevölkerung unterstützt.

Ferner äußerte Kong Quan die tief empfundene Besorgnis Chinas angesichts der sich zuspitzenden humanitären Situation im Irak. Am Samstag hatte die chinesische Regierung entschieden, humanitäre Hilfe für Jordanien zu leisten. China gehöre damit zu den ersten Ländern, die derartige Hilfe für die Nachbarländer des Irak geleistet haben. Zudem werde China sich aktiv an den Beratungen des UNO-Sicherheitsrates über die vorgeschlagene Änderung des Programms „Öl für Lebenmittel“ beteiligen, um hier zu Vereinbarungen zu kommen.

Zur Frage der Kriegsgefangenen sagte Kong, China fordere beide Seiten auf, sich an die Genfer Konvention sowie die anderen internationalen humanitären Konventionen zu halten und die Kriegsgefangenen human zu behandeln.

(CRI/26. März 2003)