Weitere Luftangriffe auf Bagdad

 

von cri

Bagdad:

Die irakische Hauptstadt Bagdad lag auch am 30. März weiter unter schwerem Beschuss durch die Alliierten Truppen der USA und Großbritanniens. Gleichzeitig bombardierten Kriegsflugzeuge der USA Stellungen der irakischen Truppen in der Nähe der kurdisch kontrollierten Gebiete im Nordirak sowie die Regionen östlich der nordirakischen Stadt Mossul.

Nach Angaben der französischen Nachrichtenagentur AFP waren am Abend des 30. März 20 Menschen bei einem Luftangriff auf eine Farm in den Vororten von Bagdad ums Leben gekommen, darunter 11 Kinder und 7 Frauen. 10 Menschen wurden verletzt.

Amerikanischen Medienberichten zufolge kam es am 31. März in der Nähe von Najaf zu heftigen Zusammenstößen zwischen den Alliierten und den Republikanischen Garden.

Der Fernsehsender „Al Jazeera“ berichtete, auch die südirakische Stadt Basra sei von den USA und Großbritannien erneut mit Artillerie angegriffen worden. Die Detonationen seien bis in den westlichen Teil der Stadt zu hören gewesen.

Am 31. März appellierte der irakische Außenminister Naji Sabri in Bagdad auf einer Pressekonferenz an die Vereinten Nationen, der Aggression der USA und Großbritanniens gegen den Irak sofort Einhalt zu gebieten.

Sabri sagte, der Irak sei der Ansicht, die Weltgemeinschaft müsse die Sicherheit und Stabilität des Irak garantieren, bevor sie dem Irak humanitäre Hilfen leiste.

Der irakische Presseminister Mohamed Saeed Al Sahhaf teilte vor der Presse mit, in den vergangenen 36 Stunden seien 43 weitere Soldaten der Alliierten Truppen von den irakischen Truppen getötet worden.

Der ägyptische Präsident Hosni Mubarak rief die internationale Gemeinschaft am Montag auf, mit allen Kräften möglichst bald die Irak-Frage friedlich beizulegen. Zugleich warnte Mubarak vor den gravierenden Folgen des Irak-Krieges.

Auch am 31. März erklärte das syrische Außenministerium, Syrien unterstütze weiterhin das irakische Volk beim Widerstandskampf gegen die amerikanisch-britische Aggression.