Asiatische Staatsführer werden vereinte Anstrengungen unternehmen

 

Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao und Staatsführer der Vereinigung Südostasiatischer Nationen (ASEAN) gaben am 29. April nach Beendigung eines eintägigen Sondertreffens in Bangkok, der Hauptstadt von Thailand, im Rahmen einer bisher beispiellosen Bemühung, das Akute Atemwegssyndrom (SARS) zu bekämpfen, eine gemeinsame Erklärung ab.

Beide Seiten stimmten überein, die Kooperation im Rahmen der SARS-Kontrolle zu entwickeln und zu verstärken und koordinierte Maßnahmen zu ergreifen, um die vielschichtigen Auswirkungen der Epidemie in der Region zu reduzieren und zu eliminieren.

Die chinesische Seite versprach, 10 Mio. Yuan (1,2 Mio. US$) zur Verfügung zu stellen, um einen Sonderfonds zur Unterstützung des China-ASEAN-Kooperationsprogramms zur SARS-Kontrolle und -Vorbeugung und zur Ausmerzung der vielfältigen Auswirkungen von SARS zu starten.

Gesundheitsminister und andere relevante Staatsbeauftragte Chinas und der ASEAN-Mitgliedsnationen wurden angewiesen. die folgenden Maßnahmen zu ergreifen:

-- Informationen über die jüngsten Entwicklungen von SARS auszutauschen, darunter dessen Kontrolle und Behandlung und diesbezügliche Studien und Forschungen;

-- eine schwerpunktmäßige Kontaktstelle in jedem Land für den Routineaustausch an Informationen als Teil eines „Hotline“-Netzwerkes zu ernennen, um Kommunikation in einem Notfall möglich zu machen;

-- kooperative Forschung und Schulung, die sich auf SARS-Verbreitungsmuster und -Pathologie sowie Pflege und Behandlung von ernsten SARS-Fällen konzentrieren, durchzuführen;

-- gemeinsam ein hochrangiges internationales Symposium über SARS-Kontrolle und -Behandlung in China so schnell wie möglich zu organisieren;

-- ein Sondersymposium zu organisieren, um die politischen, sicherheitstechnischen, wirtschaftlichen und anderen möglichen Auswirkungen von SARS in der Region einzuschätzen; und

-- rigorose Maßnahmen für die Immigrations- und Zollkontrolle zur Verhütung der Verbreitung von SARS zu ergreifen.

Als er eine Rede auf dem Sondertreffen über SARS hielt, betonte Ministerpräsident Wen Jiabao, dass alle Krankheiten, insbesondere neue infektiöse Krankheiten unbekannter Ursache, ein gemeinsamer Feind der Menschheit seien und dass die grenzüberschreitende Verbreitung von SARS eine gemeinsame Herausforderung für die Welt und besonders für Asien sei. Wen schlug die folgenden Kooperationsmaßnahmen zwischen China und der ASEAN vor:

-- Einen Berichtmechanismus im Hinblick auf Epidemie- und Krankheitsvorbeugung und -behandlung zu etablieren;

-- Erfahrungen auszutauschen und kooperierte SARS-Forschung zu betreiben;

-- den bilateralen Gesundheitskooperationsprozess zu beschleunigen;

-- Kontrollmaßnahmen hinsichtlich der Ein- und Ausreise an den Grenzen zu koordinieren; und

-- alles in der Macht stehende zu tun, um die negativen Auswirkungen von SARS zu minimieren, darunter die Etablierung eines China-ASEAN-Workshops, um mögliche Gegenmaßnahmen zu untersuchen.

Wen sagte auch, dass China die folgenden Maßnahmen ergriffen habe, um die Krankheit unter Kontrolle zu bringen:

-- Die Verstärkung der Vorbeugung auf der ganzen Linie, um die Verbreitung der Krankheit in Schach zu halten, wodurch SARS eine gesetzliche Epidemie im Rahmen der Gesetzgebung des Landes geworden ist, und die Etablierung eines offenen und transparenten Systems für die Epidemie-Berichterstattung und Nachrichtenherausgabe;

-- mit ganzer Kraft SARS-Patienten zu behandeln und SARS-Fonds zu gründen;

-- die Etablierung eines Epidemie-Vorkehrungsmechanismus und die Verbesserung der Kapazität für ein Notfallmanagement. China hat keine Zeit verloren, einen landesweiten Vorkehrungsreaktionsmechanismus für die öffentliche Gesundheit zu etablieren und zu verbessern, einschließlich eines Krankheitsüberwachungs- und Datensammlungs- und -weitergabe-Netzwerkes und ein kollaboratives Netzwerk von Laboratorien;

-- die Intensivierung der wesentlichen SARS-Forschung und die Erforschung von effektiven Methoden für die Diagnose und Behandlung; und

-- die Kooperation mit der internationalen Gemeinschaft zu verbessern und andere erfolgreiche Erfahrungen hinzuzuziehen.