Diplomatisches Forum
 

Die mongolisch-chinesischen Verbindungen weiter gestärkt

 

Von Batjargal Bazarsuren

(Der Autor ist der dritte Sekretär für Wirtschafts- und Handelsangelegenheiten der Mongolischen Botschaft in China.)

In den letzten 54 Jahren, seit die Mongolei und China am 16. Oktober 1949 diplomatische Beziehungen etabliert haben, haben die beiden Länder eine gutnachbarschaftliche Freundschaft auf der Basis des gegenseitigen Verstehens und Vertrauens aufrechterhalten. Der offizielle Mongoleibesuch des chinesischen Staatspräsidenten Hu Jintaos beweist erneut, dass beide, Ulan Bator und Beijing, den Bemühungen für die Gestaltung einer produktiven und fruchtbaren Partnerschaft große Bedeutung beimessen.

In den 1990ern, als die Mongolei in eine Übergangsperiode von der zentralen Planwirtschaft in ein marktorientiertes System eintrat, haben die bilateralen wirtschaftlichen Beziehungen eine rapide Entwicklung gezeigt. Im Jahr 1994 unterzeichneten die beiden Länder den Vertrag über Freundschaftliche Beziehungen und Kooperation, der die wichtige politische und rechtliche Grundlage für eine gesunde und stabile Entwicklung der Beziehungen legte. Der Vertrag bekräftigte, dass die Mongolei und China die freundschaftlichen Beziehungen und gegenseitig nutzvolle Kooperation auf der Basis der Fünf Prinzipien der friedlichen Koexistenz stärken und entwickeln sollten.

Im Jahr 1998, während des Staatsbesuches des mongolischen Präsidenten in China, gaben unsere beiden Länder eine gemeinsame Erklärung ab, in der bekräftigt wurde, dass China und die Mongolei eine langfristig stabile, gesunde und gutnachbarschaftliche Beziehung des gegenseitigen Vertrauens und der Zusammenarbeit, ausgerichtet auf das 21. Jahrhundert, etablieren würden, was den Kurs der zukünftigen Entwicklung der bilateralen Beziehungen vorzeichnete. Im Juli 1999 erstattete der chinesische Staatspräsident Jiang Zemin der Mongolei einen Staatsbesuch, wodurch der Inhalt der bilateralen Beziehungen weiter bereichert wurde.

China ist der größte ausländische Direktinvestor und der größte Exportpartner der Mongolei. China macht mehr als 40% des gesamten Auslandsinvestments in die Mongolei aus. Bis zum Jahr 2002 hatten 847 chinesische Firmen in Form von Joint Ventures oder ganzer Eigentümerschaft in die Mongolei investiert. Im Jahr 2002 belief sich das chinesische Investment in die Mongolei insgesamt auf 282 Mio. US$. Das Handelsvolumen zwischen unseren befreundeten Ländern erreichte im Jahr 2002 372,9 Mio. US$, darunter standen 212,1 Mio. US$ für den Export und 160,8 Mio. US$ für den Import. Der bilaterale Handel machte 29,5% des gesamten Außenhandels der Mongolei aus. Darüber hinaus belief sich die Bereitstellung der chinesischen Regierung von verschiedenen Regierungsbeihilfen im Jahr 2002 insgesamt auf 102 Mio. Yuan. All dies spiegelt die engen wirtschaftlichen Verbindungen zwischen unseren beiden Ländern wider.

Im Jahr 1997 wurde die Mongolei ein Mitglied der Welthandelsorganisation (WTO). Die Mitgliedschaft der Mongolei in der WTO hat die Entwicklung ihrer externen Wirtschaftsbeziehungen in der globalen integrierten Wirtschaft gefördert. Die Mongolei hat Chinas Beitritt zur WTO aktiv unterstützt.

Wir hoffen aufrichtig, dass der Mongoleibesuch von Staatspräsident Hu die Entwicklung der bilateralen Wirtschaftskooperation weiter fördern und helfen wird, eine solide Grundlage für die Zusammenarbeit im Bergbau und anderen wesentlichen Infrastrukturprojekten in der Mongolei zu legen.

Es gibt viele Geschäftsgelegenheiten, von denen chinesische Unternehmer in der Mongolei profitieren können. Zum Beispiel könnte man in den vielversprechenden Bergbausektor und den Tourismus der Mongolei investieren oder das natürlichste und geschmackvollstes Lamm- und Rindfleisch von der Mongolei kaufen. Oder falls Sie ein Straßenbauunternehmen sind, könnten sie am Bau der Jahrtausendstraße in der Mongolei teilnehmen. Dies sind nur einige wenige Möglichkeiten neben unzähligen weiteren...