DaimlerChrysler plant Produktion in China
 

Der deutsch-amerikanische Autoproduzent DaimlerChrysler will Modelle von Chrysler in sein mit der Beijing Automotive Holdings Corp. gegründetes Joint Venture einführen.

Wie Paul Alcala, der Hauptgeschäftsführer des Joint Ventures, mitteilte, plane das unter dem Namen Beijing Jeep Corp. bekannte Joint Venture, in den kommenden 3 bis 4 Jahren Chrysler PKWs herzustellen.

Das Joint Venture will Modelle einführen, die auf der neuesten von Chrysler und der Mitsubishi Motor Corp. (MMC) gemeinsam entwickelten Plattform basieren, so Alcala.

Die neuen Modelle werden mit dem Passat von Volkswagen und dem Accord der Honda Motors Corp. konkurrieren, fügte er hinzu.

Die Beijing Jeep Corp. produziert gegenwärtig Geländewagen wie den Grand Cherokee und den Jeep 2500 von Chrysler sowie den Pajero der MMC. DaimlerChrysler besitzt 37% der Aktienanteile an MMC.

Alcala enthüllte den Plan, als das Joint Venture ein mit einem lokalen Partner, der Beijing Ganglong Motor Sales and Service Co. Ltd. gemeinsam errichtetes neues Zentrum für Vertrieb, Kundendienst und Ersatzteile eröffnete.

Dieser Plan gilt als Teil der lang erwarteten umfassenden Allianz zwischen DaimlerChrysler und der Beijing Automotive Holdings Corp..

Laut An Qingheng, dem Vorstandsvorsitzenden der Beijing Automotive Holdings Corp., befänden sich die beiden Seiten zur Zeit in den Schlußverhandlungen über die Gründung der Allianz.

Vor der Presse teilte An mit, dass man über einige Details der Allianz noch intensiver diskutieren werde.

Zur Zeit könne er nicht sagen, wann das Geschäft abgeschlossen wird, so An.

Laut An werde Mercedes-Benz, Teil von DaimlerChrysler, noch vor 2008 in Zusammenarbeit mit der Beijing Automotive Holdings Corp. in Beijing seine Limousinen herstellen.

DaimlerChrysler ist der einzige große Autoproduzent weltweit, der noch kein Projekt zur Produktion seiner Modelle in China hat.

Wie aus dem Unternehmen verlautete, wird Mercedes-Benz mit Beiqi Futian, einer Tochtergesellschaft der Beijing Automotive Holdings Corp., ein Joint Venture zur Produktion seiner LKWs gründen.

Mercedes-Benz hatte am Jahresanfang Verhandlungen über ein LKW-Joint-Venture mit dem größten chinesischen Autoproduzenten, der First Automotive Works Corp. (FAW), abgebrochen, da das Unternehmen nicht bereit war, eine Minderheitsbeteiligung zu akzeptieren.

Laut Weiming Soh, dem Vertriebsdirektor des Joint Ventures, plane die Beijing Jeep Corp. vor Ende 2003 60 Vertriebs- und Kundendienstzentren in China zu errichten, um auf dem wachsenden chinesischen Markt für Geländewagen leichter expandieren zu können.

Die Zweigstellen werden importierte und in China produzierte Geländewagen der Marken MMC und Chrysler anbieten.

Das Joint Venture will sein Absatzvolumen von 10.000 Fahrzeugen 2002 auf 20.000 Fahrzeuge in diesem Jahr und auf 40.000 Fahrzeuge im nächsten Jahr erhöhen, so Soh.

Bis 2007 würden Geländewagen 25% des gesamten chinesischen PKW-Marktes ausmachen, im Vergleich zu gegenwärtig unter 10%, fügte er hinzu.

Das Gesamtvolumen des chinesischen Marktes für Geländewagen werde dieses Jahr 150.000 Fahrzeuge erreichen, sagt Soh voraus.

Die Beijing Jeep Corp, die versprochen hat, jährlich mindestens ein neues Modell vorzustellen, plant im ersten Quartal des nächsten Jahres mit der Produktion des Pajero Outlander von MMC zu beginnen.

Andere ausländische Autoproduzenten, so z.B. General Motors und Toyota, planen ebenfalls noch in diesem Jahr neue Geländewagen-Modelle in ihre in China gegründeten Joint Ventures einzuführen.