3 Mrd. Euro für Shanghai Volkswagen
 

Laut leitenden Angestellten der Shanghai Automotive Industry Corp. (SAIC) werden die Volkswagen AG und ihr chinesischer Partner SAIC in den nächsten fünf Jahren 3 Mrd. Euro in ihr in Shanghai gegründetes Joint Venture Shanghai Volkswagen (SVW) investieren.

Durch die geplante Großinvestition wird die Produktionskapazität SVWs stark erhöht und so ihren Muttergesellschaften eine bessere Position in der wachsenden chinesischen Marktkonkurrenz verschaffen.

Wie Hu Maoyuan, der Präsident von SAIC, mitteilte, sei geplant die Jahresproduktionskapazität SVWs in den kommenden fünf Jahren auf 700.000 Fahrzeuge anzuheben. Gegenwärtig beträgt die Jahresproduktionskapazität SVWs rund 350.000 Fahrzeuge.

Wenn das Ziel erreicht wird, würde SVW einen Großteil zur Erfüllung des ehegeizigen Ziels der SAIC, der Erhöhung der Jahresproduktionskapazität von derzeit 410.000 Fahrzeugen auf 1 Mio. Fahrzeuge im Jahr 2007 beitragen.

SVW habe bereits begonnen in ihrer Fabrik Nr. 3 das Produktionsvolumen zu steigern. In der Fabrik Nr. 3 wird hauptsächlich das Modell Passat produziert, so Hu.

Laut Analysten ist der Passat das Spitzenprodukt der Produktpalette von SVW. Er trage mehr zum Markenprofil der Firma bei, als die anderen billigeren Mittel- und Kleinwagen, wie Polo, Gol und Santana, die in SVWs Fabriken Nr. 1 und 2 hergestellt werden.

Es werde auch erwägt außerhalb der Stadt Shanghai zusätzliche Produktionsstätten zu errichten, sagte Hu.

Details über den Plan zur Ausweitung der Investitionen sind nicht verfügbar.

SVWs Maßnahme scheint die frühere Erklärung der First Automotive Works Corp. (FAW) widerzuspiegeln, nach der FAW gemeinsam mit der Volkswagen AG 1 Mrd. Euro in das gemeinsame Joint Venture FAW-Volkswagen Automotive Co. in Changchun, der Hauptstadt der nordostchinesischen Provinz Jilin, zu investieren beabsichtigt.

Diese Investition ermöglicht es dem JV eine neue Fabrik mit einer Produktionskapazität von 330.000 Fahrzeugen nach ihrer Fertigstellung 2007 zu errichten.

Laut Analysten reflektieren die Maßnahmen VWs Entschluß, im stärkeren Wettbewerb zurückzuschlagen und die Überlegenheit VWs auf dem chinesischen Markt zu sichern.

Die Volkswagen AG war das erste ausländische Unternehmen, das in China PKWs produzierte, und beherrschte bis 2001 durch ihre zwei in China gegründeten 50-50 Joint Ventures, SVW und FAW-VW, mehr als 50% des chinesischen Marktes.

VWs Marktanteil sank 2002 auf Grund der wachsenden Marktkonkurrenz auf rund 40%, obgleich VW im Laufe des Jahres etwa 513.000 Fahrzeuge verkaufte.

Volkswagen teilte mit, dass das Unternehmen seine Jahresproduktionskapazität in China bis 2007 auf 1 Mio. Fahrzeuge auszubauen plane.