BASFs neues Projekt in Shanghai
 

Das deutsche Chemieunternehmen BASF errichtete im Caojing Chemieindustriepark in Shanghai die weltweit größte integrierte PolyTHF-Produktionsstätte.

In das PolyTHF-Projekt, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der BASF, wurden etwa 300 Mio. USD investiert. Das Projekt wird Elasthanfasern für Textilanwendungen, wie z.B. Sport- und Schwimmbekleidungen, Unterwäsche etc. produzieren.

Wie Dietmar Nissen, der Präsident der BASF East Asia Regional Headquarters Ltd., mitteilte, werde die Fabrik jährlich 60.000 Tonnen PolyTHF und 80.000 Tonnen THF produzieren, sobald die Produktion im ersten Quartal nächsten Jahres aufgenommen wurde. THF (Tetrahydrofuran) ist ein Material das für die Produktion von Schläuchen, Filmen und Kabelumhüllungen verwendet wird.

Der chinesische Markt für Elasthanfasern habe ein großes Potential. Zur Zeit sei China stark von Importen abhängig und mit der Verbesserung des Lebensstandards der Bevölkerung werde die Nachfrage noch zunehmen, so Nissen.

Laut Walter Gramlich, dem Leiter des Bereichs Zwischenprodukte der BASF AG, wird Butan der in der neuen Fabrik verwendete Hauptrohstoff sein. Butan wird aus verflüssigtem Erdölgas hergestellt.

Jährlich wird das Joint Venture aus dem Nahen Osten ca. 100.000 Tonnen verflüssigtes Erdölgas importieren, um Butan zu produzieren. Die Produkte PolyTHF und THF werden hauptsächlich auf dem lokalen Markt verkauft werden, um die lokale Textilindustrie zu fördern.

Die neue Fabrik in Caojing, sei die erste derartige Investition des Unternehmens. Dies zeige das Engagement BASFs für die industrielle Entwicklung Chinas, so Gramlich.

Bis 2005 wird BASF in Asien vermutlich 7 Mrd. Euro investieren. 40% der Investitionen würden nach China fließen.

Die BASF AG bezeichnet China als ihren Schlüsselmarkt in Asien, mit einem Umsatz im Chemiebereich von mehr als 20 Mrd. USD bis 2010.