China und USA planen Kooperation
 
Von Zan Jifang

Wie erwartet hielten der chinesische Staatspräsident Hu Jintao und US-Präsident George W. Bush einen Tag vor dem jährlichen Treffen der Wirtschaftsführer der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftskooperation (APEC) vom 20.-21. Oktober ein Treffen in Bangkok, Thailand, ab. Dies war das zweite Treffen zwischen den beiden Staatsführern seit ihren Gesprächen in Evian, Frankreich, im Juni.

Hu äußerte, dass seit dem letzten Treffen mit Bush im Juni, die beiden Länder den Schwung der Entwicklung ihrer Beziehungen beibehalten und neue Errungenschaften in der Wirtschaftskooperation und im Handel sowie im Kampf gegen den Terrorismus erreicht hätten.

China hoffe, dass beide Seiten die bilateralen Beziehungen von einem strategischen Blickwinkel aus betrachten und behandeln würden, so dass die konstruktiven und kooperativen chinesisch-amerikanischen Beziehungen konstant vorangehen würden, sagte Hu.

Der chinesische Staatspräsident sagte auch, China schätze, dass die US-Seite ihren Standpunkt über ihre Ein-China-Politik, ihre Einhaltung der drei chinesisch-amerikanischen gemeinsamen Kommuniqués und ihre Opposition der „Unabhängigkeit Taiwans“ wiederholt habe. China hoffe, die US-Seite möge ihren Versprechen Ehre erweisen, setzte er hinzu.

Bush wiederholte, dass die USA fortfahren würden, die Ein-China-Politik zu unterstützen und sich weiter gegen die Unabhängigkeit Taiwans auszusprechen, eine Kernangelegenheit der chinesisch-amerikanischen Beziehungen.

Um einen ausgeglichenen bilateralen Handel zu fördern, sagte Hu, sei China bereit, die Importe aus den USA zu steigern, und gleichzeitig hoffe er, dass die USA einige ihrer Beschränkungen hinsichtlich chinesischer Produkte aufheben mögen.

Bush sagte, der US-China-Dialog über Wirtschaftsangelegenheiten werde für die Lösung der existierenden Probleme hilfreich sein.

Was die koreanische Nuklear-Krise anbelangt, drückte Bush seine Wertschätzung Chinas Bemühungen für eine friedliche Lösung dieser Angelegenheit aus und seine Hoffnung, dass China eine wichtigere Rolle für die Handhabung dieser Krise mit der DPRK spielen möge. Er sagte, die USA würden fortfahren, die Sechs-Parteien-Gespräche über die Krise, welche die USA, die Demokratische Volksrepublik Korea (DPRK), China, Russland, die Republik Korea und Japan involvierten, zu unterstützen.

Hu sagte zu Bush, die internationale Gemeinschaft würde im Allgemeinen anerkennen, dass die Sechs-Parteien-Gespräche, die im August in Beijing begannen, für die Beilegung der koreanischen Nuklear-Krise günstig seien und fortgesetzt werden sollten. China bestehe unnachgiebig auf die Aufrechterhaltung des Friedens und der Stabilität auf der Koreanischen Halbinsel und die Nicht-Atomisierung der Region, sagte er und betonte, dass die vernünftigen Sicherheitssorgen der DPRK auch angesprochen werden sollten.

Die beiden Staatschefs kamen darüber überein, die Kooperation im Bereich des Anti-Terrorismus zwischen China und den USA zu vertiefen.

Sie riefen zudem alle Wirtschaften in der asiatisch-pazifischen Region auf, mehr Märkte zu öffnen und das multilaterale Handelssystem zu verbessern, wobei sie alle Länder ermahnten, gegenüber der Rückkehr des Handelsprotektionismus wachsam zu sein.