Hu Jintao sprach in Evian mit George W. Bush und mit Jacques Chirac
 
von cri

Evian:

Der chinesische Staatspräsident Hu Jintao hat am Sonntagnachmittag Ortszeit im französischen Evian Gespräche sowohl mit US-Präsident George W. Bush als auch mit Frankreichs Präsident Jacques Chirac geführt.

Bei der Begegnung mit dem US-Präsidenten sagte Hu Jintao, China und die USA seien Großmächte der Welt mit wichtigem Einfluss. Beide Länder trügen große Verantwortung für die Erhaltung des Friedens und die Stabilität in der Welt sowie für die Förderung der gemeinsamen Entwicklung der Menschheit. Zudem hätten beide Länder zahlreiche gemeinsame Interessen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Kampf gegen Terrorismus und internationale Kriminalität. Dies gelte auch für die Förderung des globalen Wirtschaftswachstums, die Verbeugung und Behandlung von Krankheiten und nicht zuletzt für den Umweltschutz.

Hu Jintao bekräftigte im Gespräch mit dem US-Präsidenten außerdem die prinzipielle Position Chinas in der Taiwan-Frage.

George W. Bush sagte dazu, die US-Regierung werde weiterhin eine Ein-China- Politik verfolgen und sich an die drei gemeinsamen Kommuniques zwischen den USA und China halten. Die US-Politik gegen eine Unabhängigkeit Taiwans sei unverändert und werde auch künftig unverändert bleiben, so der US-Präsident.

Am gleichen Tag kam Hu Jintao in Evian auch mit dem französischen Präsidenten Jacques Chirac zusammen. Dabei beurteilte Hu die Entwicklung und die Perspektiven der bilateralen Beziehungen optimistisch. Jaques Chirac würdigte die Ergebnisse der wirtschaftlichen und kommerziellen Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern in den letzten Jahren. China und Europa würden bei der Multipolarisierung der Welt eine immer wichtigere Rolle spielen, sagte der französische Präsident.

Der chinesische Staatspräsident reiste am Montag nach seiner Teilnahme an der inoffiziellen Nord-Süd-Konferenz vom schweizerischen Lausanne aus zu einem Staatsbesuch nach Kasachstan weiter.