Kurznachrichten
 

Weltgrößte chinesische Knochenmarkbank

China plant in den nächsten sieben Jahren die weltgrößte chinesische Knochenmarkbank aufzubauen. Sobald die Bank mit 500 000 Samples vervollständigt ist, werden die meisten Chinesen, die eine Knochenmarktransplantation benötigen, in der Lage sein, fündig zu werden.

Wang Lizhong, Vizepräsident der Chinesischen Roten Kreuz-Gesellschaft (RCSC), sagte, die chinesische Regierung habe der RCSC 330 Mio. Yuan zugewiesen, wovon das meiste für den Aufbau der Bank genutzt werde.

Hong Junlin, Vizedirektor der RCSC, sagte, das Gesundheitsministerium plane, bis Ende 2004 eine Knochenmarkbank mit 100 000 Samples und bis 2009 mit 500 000 Samples einzurichten.

Eine Knochenmarktransplantation ist die effektivste Heilmethode für viele Blutkrankheiten, darunter Leukämie und ernste Anämie.

Professor Lu Dao von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften, sagte, die Chance, dass das Knochenmark von zwei Personen übereinstimme stehe unter Geschwistern bei 1:4 und unter Personen ohne Blutsverwandtschaft bei nur 400:10 000. Chinesen, die an Leukämie leiden, haben große Schwierigkeiten, aufgrund der Seltenheit von chinesischen Knochenmarksamples in ausländischen Banken passende Knochenmarkspender zu finden.

Bisher sind 48 Knochenmarkbanken in 37 Ländern und Region weltweit eingerichtet worden. Die größte in den USA umfasst 4,6 Mio. Samples. Die existierende Knochenmarkbank auf dem chinesischen Festland verfügt über nur 50 000 Samples.

Lu äußerte, China sei mit seiner Bevölkerung von 1,3 Mrd. Menschen in der Lage, die weltgrößte chinesische Knochenmarkbank aufzubauen. Gegenwärtig haben sich mehr als 100 000 Freiwillige in ganz China als voraussichtliche Knochenmarkspender registrieren lassen. Experten testen ihre Blutproben jetzt und werden die relevanten Daten dann an die Bank weiter leiten.

Rettung seltener Bücher

Die Chinesische Staatsbibliothek gab die erste Ausgabe von über 1000 seltenen Büchern als Teil des Programms der chinesischen Regierung zur Neuherausgabe derartiger Bücher heraus. Seit 2002 sind dem Programm über 80 Mio. Yuan an Fonds zugewiesen worden und viele Bücher von denen nur eine einzelne Kopie existiert, sind gerettet worden.

Über 45 000 Bücher haben lediglich in einer Kopie überlebt und von 4100 Büchern gibt es nur zwei Kopien, all diese müssen gerettet werden. Das Programm wird drei Jahre lang jährlich 20 Mio. Yuan investieren, um die Erhaltung durchzuführen. 30 Titel sind für die erste Gruppe Bücher bestätigt worden.

Das Programm wird verschiedene Maßnahmen in Übereinstimmung mit dem jeweiligen akademischen und kulturellen Wert der Bücher ergreifen. Beispielsweise werden alte Bücher eines hohen kulturellen Wertes kopiert und in der Chinesischen Staatsbibliothek und anderen provinziellen und städtischen Bibliotheken aufbewahrt werden; seltene akademische Werke werden je nach Nachfrage wieder herausgegeben werden und einige seltene Bücher mit besonderem Erinnerungswert werden kopiert werden, um als Geschenk im Rahmen des internationalen Kulturaustausches präsentiert zu werden.

Um das größtmögliche Gebiet des kulturellen Erbes Chinas abzudecken, wird das Programm auch zuständige Einheiten in der Provinz Taiwan und in den Sonderverwaltungszonen Hong Kong und Macao kontaktieren.

Kulinarischer Tourismus in China

Das Staatliche Tourismusamt bestätigte vor kurzem, dass das Thema des Tourismus 2003 „Eine Tour der kulinarischen Kunst Chinas“ laute.

China ist ein Land, das sowohl für seine Küche als auch für seine touristischen Ressourcen bekannt ist. Die chinesische Ess- und Trinkkunst hat eine lange Geschichte und ist weltweit bekannt. Chinas kulinarische Kunst formte bereits in den frühen Dynastien der Xia, Shang und Zhou (2100-221 v. Chr.) ein vollständiges System. Mit einer über 4000jährigen Entwicklung zeichnet sich die chinesische Verpflegungsindustrie durch reichhaltigen künstlerischen Flair aus.

Als ein wichtiger Faktor der sechs Basiselemente des Tourismus – Transport, Besichtigungen, Wohnen, Essen und Trinken, Einkaufen und Unterhaltung – ist die chinesische Küche ein wichtiger Teil der Reiseressourcen Chinas. Das Thema der kulinarischen Kunst zielt darauf ab, internationale Touristen während ihres Aufenthalts in China in die chinesische Küche einzuführen.

Chinas Tourismusindustrie startete 1992 damit, jedes Jahr ein Thema für den Tourismus festzusetzen, um diesen Sektor zu fördern. Die vergangenen Themen haben die Tourismusprodukte bereichert, mehr Touristen im In- und Ausland angezogen und die lokalen Wirtschaften angekurbelt.

Alte Gräber entdeckt

Nach einer viermonatigen Freilegung wurden die Wagen- und Pferdegruben Nr. 1 und Nr. 2 der alten Gräber Jiuliandun, die bis in die Zeit der Streitenden Reiche (475-221 v. Chr.) zurückreichen, in Zaoyang in der Provinz Hubei am 21. Dezember 2002 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Es handelt sich um die größten Gruben mit Wagen und Pferden aus dem Staate Chu während der Streitenden Reiche, die bisher freigelegt wurden.

Die Gräber Jiuliandun sind die größten und am best erhaltensten Gräber aus dieser Periode.

Etwa 33 Wagen und 72 Pferde wurden in der Grube Nr. 1, die 52,7 m lang, 9,5 m breit und 2,3 m tief ist, freigelegt. Archäologen stießen auf einen Wagen, der mit sechs Pferden ausgestattet war, und schlossen daraus, dass es sich hier um das Grab eines hochrangigen Beamten gehandelt haben muss.

Der Archäologe Liu Guosheng sagte, die große Grube sei einfach in ihrer Struktur. Vollständige Pferdeskelette waren in der Grube gefunden worden. Die Pferde, die nach Westen gerichtet waren, hatten krumme Gliedmaßen und ein Pfeil war in der Brust jeden Pferdes entdeckt worden. Archäologen sind davon überzeugt, dass diese Pferde als Opfergabe für den Toten getötet worden waren.

In der 22,2 m langen, 6,2 m breiten und 1,7 m tiefen Grube Nr. 2 entdeckten die Archäologen einen viereckigen Wagen mit Dach und sieben weitere Wagen, einer mit gut erhaltener Ausstattung und zersetzter Seidendekoration, äußerst fein im Stil, was die fortschrittlichen Techniken der damaligen Zeit widerspiegelte.

Yang Baocheng, Professor der Archäologie-Abteilung der Universität Wuhan, sagte, dass nur drei Wagen- und Pferdegruben eines Grabes eines Adeligen aus dem Staat Chu bisher in China entdeckt worden sei. Die Anzahl der Wagen und Pferde, die in den Gräbern Jiuliandun ausgegraben worden sind, übertreffen alle vorherigen Funde.

Schutz der kaiserlichen Stadt

Ein Plan zum Schutz Beijings kaiserlichen Kernstadt wurde am 21. Dezember 2002 in Beijing der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Projekt wird den weltweit einzigen gut erhaltenen kaiserlichen Stadtkern noch besser schützen und diesen zu einer Stätte des Weltkulturerbes machen.

In der Ming- und Qing-Dynastie (1368-1911) gebaut und entwickelt besteht die kaiserliche Stadt aus kaiserlichen Gärten, Palästen, Tempeln und Residenzen. Die Verbotene Stadt liegt auf ihrer Zentralachse. Das besondere Design und die herausragenden Baufertigkeiten versehen die kaiserliche Stadt mit historischem, kulturellem und wissenschaftlichem Wert.

Der Schutzplan umfasst die Befestigungen, Schutzwälle, Tempelmauern, Wassersysteme, Grünanlagen, Straßen und Gassen.

Die Stadt wird nach der Renovierung eine Fläche von 6,8 qkm abdecken und sich vom Dongcheng-Bezirk bis zum Xicheng-Bezirk erstrecken.