Tibets Tianlu-Firma: Die Durchfahrt auf dem Dach der Welt geschaffen
 

Von Wu Yue, Xin Yong und Li Jiong

(Berichterstattung an Ort und Stelle: Die Landstraße, die Sie jetzt sehen, ist die nationale Hauptverbindungsstraße Lhasa-Yangbajain, die vor kurzem von der Tianlu-Verkehrsgesellschaft mbH Tibets fertiggestellt worden ist. Ihre Fertigstellung ermöglicht es Ihnen, die wunderschöne Landschaft entlang der Straße zu bewundern; noch wichtiger ist, dass sie für Tibet eine Lebensader darstellt.)

Der Himalaya ragt hoch empor, der Yarlung Zangbo windet sich, die Steppe dehnt sich endlos aus, die Seen sind friedlich und still… Die geheimnisvolle Natur hat für das Qinghai-Tibet-Hochplateau zahlreiche faszinierende Szenerien gestaltet und auch die geographischen Besonderheiten des „Dachs der Welt“ mit sich gebracht. Gerade durch diese Besonderheiten ist die Landstraße die wichtigste Verkehrsader geworden, die Tibet mit der Außenwelt verbindet. Von den vorhandenen drei Landstraßen nach Tibet spielt die Landstraße Qinghai-Tibet zur Zeit die wichtigste Rolle, da sie sich in einer relativ stabilen geographischen Umgebung befindet. 80% der Materialien sind über diese Landstraße zu ihrer Endstation, Lhasa, transportiert worden. Deshalb ist die Strecke von Lhasa nach Yangbajain von äußerst großer Bedeutung. Aber der Straßenbelag, der in den 80er Jahren aufgetragen wurde, entspricht bereits nicht mehr den Anforderungen der Entwicklung der Wirtschaft Tibets. Im Jahr 2000 begann die Tianlu-Verkehrsgesellschaft mbH Tibets diese Strecke umzubauen.

( An Ort und Stelle:

Wang Jinghe, Chefingenieur der Tianlu-Verkehrsgesellschaft mbH Tibets: Da diese Landstraße in der hohen und kalten Zone liegt und die Strahlung stärker ist, haben wir beim Umbau die moderne Wissenschaft und Technologie angewandt.)

Durch die Anwendung der Hochtechnologie hat die Strecke von Lhasa nach Yangbajain eine qualitative Veränderung erfahren. Die Bettungsweite der umgebauten Landstraße wurde von 8 m auf 12 m erweitert, die Fahrgeschwindigkeit von 60 km/h auf 100 km/h erhöht und die maximale Durchfahrtskapazität von 1000 Autos pro Stunde auf 3000 Autos pro Stunde gesteigert, wodurch diese Strecke zu einer nationalen Landstraße hoher Ordnung geworden ist. Anfang 2002 wurde dieses Bauprojekt vom Verkehrsministerium als Qualitätsprojekt auf ministerialer Ebene ausgezeichnet.

Auf die Rolle des Kapitalmarktes eingehend, zeigt sich Zhaxi Gyanco, ein 36jähriger Vorstandsvorsitzender der Tianlu-Gesellschaft tief beeindruckt.

(An Ort und Stelle:

Zhaxi Gyanco: Ein Beispie.: Nachdem unsere Gesellschaft an der Börse notiert worden war, wurden über 200 Millionen Yuan aufgebracht. Das erste Projekt, in das wir Geldmittel investierten, war die Umgestaltung der Maschinen und Anlagen auf dem Gebiet der infrastrukturellen Einrichtungen für den Straßenbau. Diese Umgestaltung hat für die Konkurrenzfähigkeit unserer Gesellschaft hinsichtlich der Anlagen eine sehr gute Grundlage geschaffen.)

Die guten Finanzierungswege haben für die technische Umgestaltung der Tianlu-Gesellschaft eine große Anzahl von Geldmitteln geliefert, mit denen sie eine Menge große und mittelgroße moderne Straßenbau-Maschinen beschaffen hat, so dass sie eine relativ starke Produktionskapazität und Ertragsfähigkeit besitzt; die Bauausführungskapazität wurde um 50% gesteigert, wodurch sie auf dem Markt in Tibet eine führende Stellung eingenommen hat. Die Gesellschaft übernahm die Projekte für den Umbau der drei Landstraßen hoher Ordnung Xinjiang-Tibet, Sichuan-Tibet und Qinghai-Tibet und hat im Straßenbau in allen Bezirken Tibets einen wichtigen Marktanteil inne.

(An Ort und Stelle:

Zhaxi Gyanco: Unsere Gesellschaft besitzt einen ziemlich großen Marktanteil in Tibet. Von den zur Zeit übernommenen 14 Projekten abgesehen, haben wir in den sieben Bezirken und einer Stadt in Tibet Bauprojekte durchgeführt. Man kann sagen, dass sich unser Marktanteil ständig vergrößert.)

Gegenwärtig nimmt die Tianlu-Gesellschaft auf dem Markt für Landstraßenbau im Autonomen Gebiet Tibet einen Marktanteil von 20% und einen Anteil von mehr als 50% auf dem Markt für den Bau der Landstraßen hoher Ordnung ein. Der Aufbau und die Verbesserung der Infrastruktur wie diese Landstraßen und Brücken haben für die sprunghafte Entwicklung der Wirtschaft Tibets ein solides Fundament gelegt. Zugleich hat die weitere Beschleunigung des Wirtschaftsaufbaus des Autonomen Gebiets auch für die Entwicklung der Gesellschaft ein günstiges Umfeld geliefert.

(An Ort und Stelle:

Gyaco, Direktor der Hauptabteilung für das Verkehrswesen Tibets: Während der Periode des 10. Fünfjahresplans wurden insgesamt 89 Projekte für den Landstraßenbau Tibets vorgesehen, indem etwa 172 000 km Landstraßen gebaut oder umgebaut wurden und die gesamte Investition 23,5 Milliarden Yuan betrug.)

Gleichzeitig mit dem Bau der infrastrukturellen Einrichtungen für die rapide Entwicklung des tibetischen Wirtschaftsaufbaus fördert die Tianlu-Gesellschaft ihre Selbstentwicklung. Der Jahresbericht zeigt: In den drei Jahren von 1999 bis 2001 hat das Einkommen aus ihrem wichtigen Geschäft eine hohe Wachstumsrate beibehalten, 2001 betrug das wichtige Geschäftseinkommen 340 Millionen Yuan, ein Anstieg um 36% gegenüber dem Vorjahr; gleichzeitig stieg der Nettogewinn um mehr als 100%. Der Markt für den Landstraßenbau Tibets hat für den Leistungszuwachs der Gesellschaft ein festes Fundament gelegt. Allerdings blickt ihre Verwaltungsschicht noch weiter.

(An Ort und Stelle:

Zhaxi Gyamco: Zur Zeit muss unsere Gesellschaft den hauptsächlichen Marktanteil in Tibet beibehalten und sich gleichzeitig auf Tibet stützen, um sich nach den umliegenden Gebieten, besonders nach Qinghai, zu entwickeln. Wir haben bereits in Qinghai einige Bauprojekte übernommen. Wir wollen durch die ständige Reorganisation und Expansion des Vermögens die anderen Provinzen und Gebiete infiltrieren, wir müssen aus Tibet hinausgehen und unsere Märkte erschließen.)

Von den 14 zur Zeit durchgeführten Bauprojekten abgesehen, sind die von der Tianlu-Gesellschaft gebauten Landstraßen bereits überall in Tibet verbreitet. Mit dem Bau der Strecke von Lijiaxia in der Provinz Qinghai nach Kanbula, einer Tourismusstraße zweiter Ordnung, begibt sich Tianlu bereits aus Tibet heraus. Die Strategie des Staates, die großangelegte Erschließung des Westens Chinas weiter voranzutreiben, beschleunigt den Aufbau der Infrastruktur in Westchina, was zweifelsohne der Tianlu für die Erweiterung ihres Geschäftsbereichs eine günstige Gelegenheit geboten hat. Vor kurzem z. B. hat sie durch die Beteiligung an einer Ausschreibung einen Auftrag über den Bau der Strecke Amdo-Nagqu der Eisenbahn Qinghai-Tibet übernommen, der Vertragswert beträgt über 100 Millionen Yuan.

(An Ort und Stelle:

Zhaxi Gyamco: Die großangelegte Erschließung des Westens Chinas stellt für uns eine einmalige Gelegenheit dar, insbesondere nach der vierten Arbeitssitzung für Tibet hat der Staat die Investitionen in den Landstraßenbau weiter aufgestockt. Man kann sagen, dass die kommenden Jahre eine Periode sind, in der sich die Landstraßen in Tibet rapide entwickeln werden, was uns einen sehr großen Markt geben wird.)

Informationen zufolge wird gemäß dem 10. Fünfjahresplan in den kommenden fünf bis zehn Jahren der Staat die schwerpunktmäßigen Bauprojekte durchführen, die die ganze Situation in der Erschließung des Westens Chinas betreffen; der Investitionsumfang wird schätzungsweise 3000 Milliarden Yuan erreichen. Die Landstraßen werden als ein wichtiger Bestandteil im Aufbau der Infrastruktur auf dem Qinqhai-Tibet-Hochplateau zweifelsohne der Schwerpunkt der Investitionen sein.

(Berichterstattung an Ort und Stelle: Es scheint, dass die weitere Durchführung der Strategie zur großangelegten Erschließung des Westens Chinas zweifelsohne der Tianlu einen weiteren Entwicklungsspielraum bieten wird. Für viele Investoren werden die an der Börse notierten Firmen mit lokalem Gepräge wie Tianlu von größerem Investitionswert sein.)