Allseitiges Friedensabkommen zwischen sudanesischer Regierung und Volksbefreiungsbewegung unterzeichnet
 

Die sudanesische Regierung und die oppositionelle Sudanesische Volksbefreiungsbewegung haben am 9. Januar in der kenianischen Hauptstadt Nairobi ein allseitiges Friedensabkommen offiziell unterzeichnet. Das ist ein Kennzeichen für die endgültige Beendigung des 21 Jahre andauernden Bürgerkriegs im Südsuden.

Präsidenten oder Ministerpräsidenten aus dem Sudan, Kenia, Tansania, Uganda, Somalia, Dschibuti, Algerien und Äthiopien sowie US-Außenminister Colin Powell und der chinesische Regierungsvertreter Lü Guozeng haben an der Unterzeichnungszeremonie teilgenommen.

Das allseitige Friedensabkommen setzt sich aus 8 Zusatzabkommen zusammen. Entsprechend dem Abkommen soll das Land nach der offiziellen Feuereinstellung zwischen den beiden Seiten in eine 6jährige Übergangsperiode treten. In diesem Abkommen wird das militärische Arrangement, die Verteilung des Reichtums und der Macht des Staates in der Übergangsperiode klargestellt. Ob eine Volksabstimmung nach Abschluss dieser Periode in den Provinzen im Südsudan stattfinden soll, wird auch im Abkommen geregelt.

UN-Generalsekretär Kofi Annan gratulierte am gleichen Tag brieflich zur Unterzeichung des Abkommens.

Am 8. Januar hatte US-Außenminister Colin Powell auf einer Pressekonferenz in Nairobi die Unterzeichnung des Friedensabkommens im Südsudan als ein erfolgreiches Beispiel für die Beilegung der Darfur-Krise bezeichnet.

(CRI)