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Gute Nachbarschaft und gemeinsame Entwicklung

Mit dem Abschluss des ersten Ostasiengipfels ist eine Reihe von ASEAN-Gipfeltreffen in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur zu Ende gegangen. Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao war bei allen wichtigen Konferenzen anwesend. Seine Anregungen und Gedanken zur Kooperation verkörperten nicht nur Chinas Politik der guten Nachbarschaft, sie fanden auch Anerkennung und Bewunderung bei allen ASEAN-Ländern, denn sie sind umfassend, sachlich, aufrichtig und von großer Bedeutung für die Nachbarländer.

Der Ausbau der Zusammenarbeit zwischen China und der ASEAN war das Hauptmotiv von Wen Jiabao bei den verschiedenen Konferenzen. Immer mehr wird China von den ASEAN-Ländern als der Hauptmotor für den wirtschaftlichen Zuwachs in Südostasien betrachtet. China hat nicht nur eine strategische Partnerschaft mit der ASEAN aufgenommen, sondern wird künftig auch Entwicklungspartner der Ost-Zuwachszone der ASEAN sein. Der Bildungsprozess für eine Freihandelszone geht weiter voran. Daher informierte Wen Jiabao in seinen Reden sowohl auf dem 10+3- als auch auf dem 10+1-Gipfel oder in Gegenwart vieler Vertreter aus Industrie- und Handelskreisen offenherzig über die wirtschaftliche Entwicklung Chinas und über die mannigfaltigen Herausforderungen, vor denen sein Land steht. Er machte es deutlich, dass China nicht nur auf seine eigenen Interessen achtet, sondern auch die gemeinsame Entwicklung und Prosperität der anderen Länder Ostasiens im Auge behält, insbesondere die Entwicklung der ASEAN-Länder. Dazu hat der chinesische Ministerpräsident eine Reihe von Vorschlägen vorgelegt, die eindeutige Ziele haben und relativ leicht durchzuführen sind. Diese Vorschläge wurden tagelang von vielen Medien aufmerksam verfolgt.

Auf dem 10+3-Gipfel stellte Wen Jiabao in Aussicht, den Vorzugskredit zur Unterstützung chinesischer Unternehmen bei ihrem Engagement in ASEAN-Ländern um fünf Milliarden US-Dollar zu erhöhen. Er betonte, Chinas Unterstützung für die ASEAN sei aufrichtig und gegenseitig nutzbringend. Chinas Ziel sei es, eine Win-Win-Situation zu schaffen ohne jegliche politischen Vorbedingungen. China wird bei seinen Versprechungen Wort halten. Außerdem regte Wen Jiabao die ASEAN dazu an, die Zusammenarbeit mit China, Japan und Südkorea in den Bereichen Sicherheit, Energie, Armutsbeseitigung, Kultur und Bildung, Bewältigung schwerer Naturkatastrophen und der Bekämpfung eventuell eintretender Epidemien zu verstärken. Zum stockenden 10+3-Dialog sagte Wen Jiabao, dass China einerseits die führende Rolle der ASEAN unterstützt, andererseits eine verstärkte Koordination durch China, Japan und Südkorea befürworte, damit alle Seiten ihre Überlegenheiten und Rolle entfalten werden.

Der erste Ostasiengipfel war eine Konferenz, die weltweit mit großer Aufmerksamkeit verfolgt wurde. Zu diesem Ereignis in der Zusammenarbeit in Ostasien bezog Wen Jiabao eindeutig Stellung. China sei gegen jegliche Zusammenarbeit in der Region, die verschlossen oder exklusiv nur auf eine bestimmte Seite gerichtet sei. Stattdessen tritt China dafür ein, im Prozess der regionalen Zusammenarbeit die Offenheit zu pflegen und einen offenen Regionalismus zu befolgen. Dabei möchte China auf keinen Fall nach einer dominierenden Rolle in Ostasien streben.

Während der ASEAN-Gipfelserie sollte eigentlich ein Gipfeltreffen zwischen China, Japan und Südkorea stattfinden. Da der japanische Ministerpräsident jedoch im letzten Jahr trotz heftiger Proteste mehrerer asiatischer Länder dem Yusukuni-Schrein, in dem hochrangige Kriegsverbrecher der Klasse A des Zweiten Weltkrieges verehrt werden, seinen fünften Besuch abgestattet hat, verzichteten Südkorea und China erstmals seit sechs Jahren auf die Begegnung mit Japans Regierungschef. Sowohl China als auch Südkorea sind der Auffassung, dass durch die fehlende notwendige Atmosphäre ein solcher Gipfel nicht angebracht sei. Vor Journalisten betonte Wen Jiabao, dass die Schuld für die Absage nicht bei China zu suchen sei, denn China sei auch nicht glücklich mit dieser Entscheidung. Zu den Beziehungen mit Japan wiederholte Wen Jiabao die konsequente Position der chinesischen Regierung. Die Entwicklung langfristig stabiler Beziehungen zwischen China und Japan entspricht den Kerninteressen der beiden Völker und verkörpere die felsenfeste Leitlinie der chinesischen Politik. Selbst in Zeiten schwieriger Zusammenarbeit mit Japan würde diese Leitlinie nicht angetastet.

Während der ASEAN-Gipfelserie und des ersten Ostasiengipfels hat Wen Jiabao Chinas Willen zur Zusammenarbeit und zum gegenseitigen Nutzen deutlich gemacht und dadurch die Anerkennung bei allen Ländern gefunden. Die Medien in Kuala Lumpur bezeichneten in ihren Berichten China als „Initiator von Frieden, Freundschaft und Zusammenarbeit in der Region“. Chinas Nachbarländer wollen zusammen mit China die Vorschläge von Wen Jiabao so bald wie möglich umsetzen, von den Entwicklungsergebnissen Chinas profitieren und gemeinsam die Entwicklung und Prosperität realisieren.

(CRI)

 

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