Artikelrückschau
China-Bericht

Business

Chinas Tibet

Zeitgeschehen

Ansichten

Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen China und der EU

Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen China und Deutschland

BR-Titel

Globaler Spiegel

Dokumente

Meine persönliche Meinung

China in den Augen
von Ausländern

Forum

Informationen
über SARS

Boao-Asienforum

Sonderbericht

Rechtsangelegenheiten

 
 
 
 
 
 


 
 
Links
 


 

Schreiben
Sie bitte an uns!

 

Der chinesische Staatspräsident Hu Jintao machte vom 19. bis zum 21. April seinen ersten Staatsbesuch in den USA. Er begann seinen Besuch in Seattle, wo er umfangreiche Kontakte mit dem amerikanischen Geschäftskreis mit Boeing und Microsoft als Vertreter hatte. Dann fuhr er nach Washington zu einer Zusammenkunft mit US-Präsident George W. Bush. Anschließend besuchte er Yale University, New Haven. Bei seinem Treffen mit Bush sagte er, dass China und die USA nicht nur Teilhaber, sondern auch konstruktive Partner sind. Laut chinesischen Beobachtern kennzeichnet Hus USA-Besuch die allmähliche Institutionalisierung der chinesisch-amerikanischen konstruktiven Kooperationsbeziehungen.

Enge Handelsbeziehungen

Von Matt Young

Als der chinesische Staatspräsident Hu Jintao seinen USA-Besuch am 21. April beendete, suchten Washingtons Beobachter wetteifernd nach dem geringsten Durchbruch in den Handelsdifferenzen zwischen den beiden Ländern.

Der chinesische Führer verkündete weder eine neue Aufwertung des Reminbi Yuan gegenüber dem US-Dollar, die manche Spitzenpolitiker in Washington gern sehen würden, noch machte er aufsehenerregende Äußerungen, die sofort das amerikanische Handelsdefizit gegenüber China reduzieren könnten.

Vor Hus Besuch in Washington hatten chinesische Beamte 107 Handelsverträge oder -abkommen mit den USA im Wert von mehr als 16,2 Mrd. US$ unterzeichnet. Die chinesische Vize-Ministerpräsidentin Wu Yi hatte auf der 17. Sitzung der Chinesisch-Amerikanischen Gemeinsamen Kommission für Kommerz und Handel (JCCT) mit den Vorsitz geführt, die spezielle Vereinbarungen, die auf die Reduzierung der Handelsspannungen wie z. B. die erneute Öffnung des chinesischen Marktes für das amerikanische Rindfleisch abzielen, bekannt gab.

Fairer Handel

Kurz nach ihrem Besuch in South Carolina nahm Wu Yi mit ihrer Delegation am 11. April an der JCCT-Sitzung teil.

Vor allem gab die chinesische Delegation bekannt, dass die chinesische Regierung versprochen habe, Zwangsmaßnahmen im Kampf gegen Raubkopien von Filmen, Musikstücken und Software zu ergreifen. Beispielsweise habe die chinesische Regierung Aktionen gegen 14 Betriebe, die illegal optische Disketten produzierten, durchgeführt. Die chinesische Regierung habe zudem eine Vorschrift über das Herunterladen legaler Operationssystemsoftware auf allen Computern, die in China produziert oder importiert würde, veröffentlicht.

Die Delegation verkündete auch, dass alle Gesetze und gesetzlichen Bestimmungen, die den Handel betreffen, in einer offiziellen Zeitschrift, die „China Foreign Trade and Economic Cooperation Gazette“ heißt, veröffentlicht würden, um die Transparenz von Geschäften und der gesetzlichen Regeln zu erhöhen.

Verantwortlicher Teilhaber

In einem Bericht des Rates für Wirtschaftliche Berater des Weißen Hauses heißt es: „Die USA werden weiter mit China zusammenarbeiten, um seine Eingliederung als ein verantwortlicher Teilhaber in die internationale Wirtschaft zu unterstützen.“

Staatspräsident Hu sagte nach dem Treffen mit Präsident George W. Bush: „China verfolgt eine Politik der Ankurbelung der inländischen Nachfrage. Das bedeutet, dass wir uns hauptsächlich auf die Erweiterung der inländischen Nachfrage verlassen werden, um das Wirtschaftswachstum des Landes weiter zu fördern. Wir streben nicht nach übermäßigem Handelsüberschuss.“

Bush ging mittlerweile mit Verständnis auf Hus Äußerung ein.

„Ich bin von der Antwort des Präsidenten Hu begeistert, weil er anerkennt, dass ein Handelsdefizit der USA nicht aufrechtzuerhalten ist“, sagte Bush. „Ich weiß seine Äußerung sehr zu schätzen, weil das amerikanische Volk hofft, dass alles, was wir tun, auf dem internationalen Markt fair behandelt wird.“

Die USA importierten im Jahr 2005 243,5 Mrd. US$ im Handel von China, aber sie exportierten nur 41,8 Mrd. US$ in Waren und Dienstleistungen nach China. Das Handelsdefizit ist dem US-China Business Council zufolge angestiegen.

Abgesehen von dem Weißen Haus und seinen Beratern haben unparteiische Wirtschaftswissenschaftler eine gemischte Reaktion auf den USA-Besuch von Hu und seiner Begleitung.

„Mir scheint, als ob nicht viele wichtige Dinge angesprochen worden wären“, sagte Ernest Zampelli, Professor für Wirtschaft an der Washington D.C.-based Catholic University of America. „Ich sah die Schlagzeile in der [Washington] Post, die besagt, dass Bush und Hu ,Gipfeltreffen von Symbol’ produzierten. Ich glaube, dass das wahrscheinlich wahr ist.“

Satya Gabriel, außerordentlicher Professor für Wirtschaft von Mount Holyoke College, teilt seine Meinung.

Gabriel sagte: „In der Tat ist vieles geschehen, aber es geschah auf der Ebene des Business. Es ist das, was sowieso die Wirtschaftsbeziehungen vorantreibt.“


 

Adresse: BEIJING RUNDSCHAU Baiwanzhuanglu 24,
100037 Beijing, Volksrepublik China