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Streben nach Frieden und Harmonie

Das erste buddhistische Weltforum in China appelliert an eine harmonische Welt.

Von Tang Yuankai

Das bekannte Wort von Buddha Sakyamuni, dem Begründer des Buddhismus, „Wer einen Baum pflanzt, der kann in den Himmel kommen“, wurde oft von den hochrangigen Mönchen, die am ersten buddhistischen Weltforum teilnahmen, zitiert. Sie sagten, dass der Buddhismus die harmonische Koexistenz von Mensch und Natur befürworte, was eine positive Rolle beim Aufbau einer harmonischen Welt spielen werde.

Mit „Frieden“ und „Harmonie“ als Schlüsselwörtern ist das buddhistische Weltforum die erste wichtige internationale buddhistische Konferenz in der Geschichte Chinas. Das Forum fand vom 13. bis zum 16. April in der ostchinesischen Kulturstadt Hangzhou, die seit tausend Jahren mit dem Buddhismus in engem Zusammenhang steht, statt.

„Chinas friedliche Entwicklung kann ohne ein harmonisches internationales Umfeld nicht verwirklicht werden“, sagte Liu Yandong, Vizevorsitzende des Landeskomitees der Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes (PKKCV), der obersten Beratungsorganisation in China.

Angesichts von Kriegen, Terrorismus, Polarisierung von Reichen und Armen und eines sich verschlechternden Ökosystems, die eine große Bedrohung für die Welt bildeten, spiegele das buddhistische Forum den Ruf der Zeit wider, und die Nächstenliebe und das Mitleid, die der Buddhismus befürworte, würden zur Förderung des Aufbaus einer harmonischen Welt beitragen, fügte Liu hinzu.

In einem Glückwünschschreiben an das Forum schrieb UNO-Generalsekretär Kofi Annan, dass die buddhistische Vorstellung vom Frieden heutzutage vielleicht wichtiger als je zuvor sei. Er rief dazu auf, gemeinsam auf die Interessen und die harmonische und friedliche Koexistenz aller Völker der Welt hinzuarbeiten.

Während des Forums sagte der 11. Panchen Lama, Bainqen Erdini Qoigyijabu, ein religiöser Führer des Tibetischen Buddhismus, dass die drei wichtigsten Schulen des Buddhismus, nämlich Theravada, Mahayana und Vajrayana, gegenseitig respektierten und friedlich koexistierten. Er wies darauf hin, dass China ein günstiges Umfeld für die Pflege eines buddhistischen Glaubens habe und dass die Verteidigung des Landes und die Arbeit für das Volk ein feierliches Versprechen sei, das der Buddhismus dem Staat und der Gesellschaft gegeben habe.

Mehr als 1000 hochrangige Mönche, Gelehrte und Regierungsbeamte aus 37 Ländern und Regionen nahmen an diesem Forum teil, das die Ideen des Buddhismus über die Solidarität und Kooperation der ganzen Welt zum Ausdruck brachte.

Juexing, Vizepräsident der Vereinigung der Buddhisten Chinas, sagte auf der Eröffnungszeremonie dieses Forums unter dem Motto „Eine harmonische Welt beginnt im Geist“, dass das Forum eine gleichberechtigte und offene Plattform für Gespräche zwischen denjenigen sei, die die Welt liebten, den Buddhismus respektierten und unterstützten und ein liebevolles Herz hätten.

Barmherzigkeit und Frieden

Die Buddhisten hätten in den vergangenen mehr als 2500 Jahren auf friedliche Weise und mit einer vernünftigen Haltung die Doktrinen des Buddhismus verbreitet, um die Menschen zu einem Leben mit korrekter Ansicht und korrektem Glauben zu führen, daher sei „Harmonie“ einer der Aspekte des Buddhismus, sagte Hung I, der Abt eines buddhistischen Klosters von Texas der USA.

„Die Entwicklung des Buddhismus in den USA zielt darauf ab, die Seelen der Menschen in einem harmonischen Zustand zu reinigen. Davon können die Gläubigen verschiedener Religionen profitieren, ohne ihren eigenen Glauben zu verändern“, fügte er hinzu. Einem Bericht des Magazins National Geographic im Dezember 2005 zufolge gibt es in den USA über 3 Mio. Buddhisten, und weitere 25 Mio. Menschen in diesem Land sagen, dass ihr Leben vom Buddhismus beeinflusst werde.

„Das Konzept des Buddhismus von Barmherzigkeit, Gleichberechtigung und Gewaltlosigkeit hat einen großen Beitrag für die orientalische Zivilisation und die friedliche Koexistenz der verschiedenen Völker, ja sogar für den Weltfrieden, geleistet. Es soll und kann in der heutigen Welt weiter eine positive Rolle spielen“, sagte Shenghui, Vizevorsitzender der Vereinigung der Buddhisten Chinas. Die Doktrinen des Buddhismus über Barmherzigkeit und Frieden befolgend, haben die Jünger von Buddha den Buddhismus zur einzigen Religion in der Geschichte der Menschheit gemacht, die sich ohne die Gewaltanwendung verbreitet.

„Der Buddhismus hat ein Schwert der Weisheit, das auf den einzigen Feind – das Böse im Innern des Herzens der Menschen – zielt“, sagte Shenghui.

Xuecheng, dem Generalsekretär und Vizevorsitzenden der Vereinigung der Buddhisten Chinas, zufolge ist der Eintritt der Welt in einen chaotischen und unruhigen Zustand unbarmherziger religiöser Konflikte, Kriege und terroristischer Anschläge auf die primitive Habgier der Menschheit zurückzuführen.

„Absurderweise hat die Religion die Menschen zusammengehalten und zugleich zu Konflikten geführt. Der Grund liegt darin, dass die Essenz der Religion missverstanden worden ist“, sagte Suddhananda aus Bangladesh. Er wies darauf hin, dass der Buddhismus auf Barmherzigkeit, Toleranz und Verständnis basiert und dadurch alle seine Anhänger zusammenschließt. Im Westen habe der Buddhismus den Menschen, die nach Frieden und Harmonie strebten, einen Weg gebahnt, sagte er.

„Das Forum liefert denjenigen, die den Weltfrieden lieben, eine gleichberechtigte und offene Plattform“, sagte Weijue aus Taiwan, der einer der acht Initiatoren des Forums ist. „Das Forum stellt nicht nur einen positiven Beitrag des Buddhismus für die Öffentlichkeit, sondern auch eine große Anstrengung des Buddhismus zur Förderung des Weltfriedens dar“, sagte er weiter.

Die Teilnehmer des Forums veranstalteten am 15. April eine Gebetsfeier auf dem Berg Putuoshan, einer der vier bekanntesten buddhistischen Stätten in China. Am nächsten Tag fand unter dem gemeinsamen Vorsitz von 108 hochrangigen Mönchen aus verschiedenen Ländern und Regionen ein Ritual statt, um für den Weltfrieden zu beten und Sakyamuni ihre Verehrung zu bezeigen.

Die am Ende des Forums veröffentlichte Putuoshan-Deklaration betont, dass der Frieden der ewige Wunsch der Menschheit und die Harmonie ein erstrebenswerter Zustand ist. „Alle Menschen sind für die Harmonie der Welt, die im Geist beginnt, verantwortlich“, heißt es.


 

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