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Umweltschutz in China
(1996—2005)

Presseamt des Staatsrats der Volksrepublik China
Juni 2006 Beijing

(Fortsetzung)

V. Umweltschutz auf dem Land

China ist ein großes Agrarland, dessen überwältigende Mehrheit der Bevölkerung auf dem Land lebt. Die Verhütung und Bekämpfung der Umweltverschmutzung in der Landwirtschaft und die Verbesserung der Umwelt auf dem Land stellen eine wichtige Aufgabe für den Umweltschutz in China dar.

— Die umfassende Sanierung der Umwelt auf dem Land Seit einigen Jahren entfaltet die chinesische Regierung verschiedene Aktivitäten zum breiten Aufbau von Gemeinden mit schöner Umgebung und ökologischen Dörfern in den ländlichen Gebieten, um die umfassende Sanierung der Umwelt auf dem Land voranzutreiben. Zurzeit gibt es im ganzen Land 178 Gemeinden, die den Titel „nationale Gemeinde mit schöner Umgebung“ gewonnen haben. Der Staat hat den Schwerpunkt darauf gelegt, in den Regionen der drei Seen – Poyang, Dongting und Taihu – und der Deltas der drei Flüsse – Yangtse, Zhujiang und Gelber Fluss – Modellprojekte zur umfassenden Verhütung und Beseitigung der durch die Vieh-, Geflügel- und Fischzucht verursachten Verschmutzung sowie der Oberflächenwasser- und Quellenverschmutzung durchzuführen. Einige Provinzen und Städte intensivieren die Sanierung der Umwelt auf dem Land und vervollkommnen die Infrastruktur in den Dörfern. Dadurch haben sie bei der Abwasserbehandlung, Wiederverwertung des Hausmülls in den Dörfern und Sanierung der Oberflächenwasser- und Quellenverschmutzung gewisse Fortschritte gemacht. In den letzten Jahren hat der Staat über 800 000 Trinkwasseranlagen in den Dörfern gebaut, wodurch sich 67 Millionen Landbevölkerung von Wassermangel und unsicherem Trinkwasser befreit haben. Außerdem hat der Staat eine landesweite Untersuchung der Bodenverschmutzung angestellt, Modellprojekte zur Verhütung und Bekämpfung der Verschmutzung durchgeführt und ein Prüf- und Kontrollsystem für die Sicherheit von Agrarprodukten eingerichtet; die Verwaltung hinsichtlich der Umweltsicherheit von Pestiziden und Kunstdünger wird verstärkt, hochwirksame, gering giftige und rückstandsarme chemische Insektizide werden verbreitet. Es ist verboten, beim Gemüse-, Obst-, Getreide- und Teebau sowie beim Anbau von Heilpflanzen für die traditionelle chinesische Medizin hochgiftige Pestizide, die hohe Rückstände hinterlassen, anzuwenden. Die Oberflächenwasser- und Quellenverschmutzung, die durch die unrationelle Anwendung chemischer Düngermittel, Insektizide, Plastikfolien und Bewässerung mit Abwässern verursacht wird, soll verhindert und die Sicherheit der Agrarprodukte gewährleistet werden. Neue Arten sicherer und hochwirksamer Qualitätsfuttermittel werden entwickelt und produziert, die Nutzungs- und Absorptionsrate des Futters wird erhöht, während die Medikamentenrückstände in Produkten der Tierzucht und Aquakultur sowie die Emissionen schädlicher Stoffe reduziert werden. Techniken für die umfassende Nutzung und Entsorgung der Fäkalien aus der Vieh- und Geflügelzucht sollen verbreitet und ökologische Projekte in der Landwirtschaft, welche die Vieh-, Geflügel- und Fischzucht eng mit dem Anbau verbinden, sollen gefördert werden.

— Aufbau der ökologischen Landwirtschaft und der ökologischen Modellzonen Die chinesische Regierung betrachtet den Aufbau der ökologischen Landwirtschaft als eine wichtige Maßnahme zur Förderung der umfassenden und koordinierten Entwicklung der Wirtschaft und der Umwelt auf dem Land. Gegenwärtig gibt es im ganzen Land über 400 Kreise, in denen ökologische Landwirtschaft betrieben wird, und über 500 Kreise und Städte, die sich mit dem Aufbau von ökologischen Modellzonen beschäftigen; 102 davon befinden sich in nationalen Kreisen mit ökologischer Landwirtschaft und 233 in nationalen ökologischen Modellzonen. Seit einigen Jahren werden Verwaltungs- und Entwicklungsmechanismen für organische Lebensmittel ständig verbessert; dazu wurden die „Ausführungsbestimmungen über die Zertifikation und Verwaltung organischer Lebensmittel“ und die „Staatlichen Normen für organische Lebensmittel“ ausgearbeitet und erlassen, staatliche Normen für gute Agrarstandards und Durchführungsbestimmungen über die Zertifikation wurden ausgearbeitet und veröffentlicht, und die Sanierung der Verschmutzungen wurde an der Quelle durchgeführt. Die Gründung von staatlichen Produktionsbasen für organische Lebensmittel wurde in Angriff genommen, 43 davon wurden bereits bekannt gegeben, wodurch die industrielle Produktion von organischen Lebensmitteln vorangebracht wurde. Im ganzen Land betrugen die zertifizierten organischen Landwirtschaftsflächen über drei Millionen Hektar.

— Die Entwicklung Wasser sparender und dürrebeständiger Kulturen Bis 2005 hat der Staat über 700 Millionen Yuan eingesetzt, um in den ariden und semiariden Gebieten mit unzureichenden Wasserressourcen über 460 Modellbasen für Wasser sparende und dürrebeständige Kulturen zu etablieren, in denen Agrotechniken, biotechnischen und ingenieurtechnischen Maßnahmen sowie Agrotechniken für dürrebeständige Kulturen umfassend angewendet, die natürlichen Niederschläge voll ausgenutzt, der Nutzeffekt der Wasserressourcen und die landwirtschaftliche Produktionskapazität erhöht und die Bodenerosion unter Kontrolle gebracht wurden. Ferner verbreitet der Staat aktiv den Ackerbau mit Schutzmaßnahmen, indem die Projekte mit Techniken wie der Bedeckung der Felder mit Stroh, Aussaat ohne Pflügen, Tiefpflügen und Unkrautbekämpfung als Hauptinhalt in Angriff genommen worden sind. Der Schwerpunkt ist jedoch die Anlegung von zwei Ackerbauzonen mit solchen Schutzmaßnahmen rund um das Gebiet von Beijing und Tianjin und in den Ursprungsorten der Sandstürme in Nordwestchina. Bis Ende 2005 wurden insgesamt 100 Modellkreise errichtet.

— Der Aufbau neuer Energieträger auf dem Land Die Erschließung und Verbreitung neuer Energieträger in den Dörfern sind ein wichtiges Mittel zum Schutz und zur Verbesserung der ökologischen Umwelt auf dem Land. Während des 10. Fünfjahresplans setzte der Staat insgesamt 3,5 Milliarden Yuan dafür ein, schwerpunktmäßig ökologische Energiemodelle zu Nutzung von Methangas zu verbreiten. Bis Ende 2005 gab es im ganzen Land über 17 Millionen Haushalte, die Methangas benutzen, und die jährliche Produktion vom Methangas betrug 6,5 Milliarden Kubikmeter. Der Staat fördert tatkräftig die Herstellung von Methangas aus Gülle; mehr als 2200 derartige Projekte sind bereits in Betriebe und verarbeiten jährlich über 60 Millionen Tonnen Gülle. Ferner wurden 137 000 Methangasgruben zur Reinigung der Haushaltsabwässer und über 500 Projekte zur zentralen Gasversorgung durch Strohvergasung fertig gestellt; 189 Millionen Haushalte wurden mit Brennholz sparende Kochherden ausgestattet und 28,5 Millionen Quadratmeter Solarpaneels verlegt. Außerdem wurden Solarkochherde und regenerierbare Energieträger wie Windenergie und Erdwärme aktiv verbreitet.

VI. Schutz und Aufbau des Ökosystems

Durch langfristige und unablässige Anstrengungen beginnt sich die ökologische Umwelt in einigen Gebieten Chinas zu verbessern.

— Aufforstung und Begrünung Die chinesische Regierung hat in ihren Richtlinien für die Entwicklung der Forstwirtschaft den ökologischen Aufbau als Schwerpunkt festgelegt, d. h. dass sie in großem Maßstab Bäume pflanzen lässt, die Verwaltung des Waldreichtums verstärkt und ein Entschädigungssystem für die ökologische Effizienz des Waldes einführt. Dadurch betrugen die aufgefors-teten Flächen seit 2002 jährlich über 6,67 Millionen Hektar. In den letzten Jahren haben die Waldfläche und der Holzbestand rapide zugenommen, die Alters- und Artenstruktur des Waldbestandes wurde angepasst und die Waldqualität beginnt sich zu verbessern. Dadurch wurde eine historische Kehrtwende von der ständigen Verschlechterung hin zu einer schrittweisen Verbesserung realisiert. Zurzeit beläuft sich die Waldfläche des ganzen Landes auf 175 Millionen Hektar, der Prozentsatz der aufgeforsteten Flächen auf 18,21% und der Holzvorrat auf etwa 12,456 Milliarden Kubikmeter. Der Staat schenkt dem ökotechnologischen Aufbau der Forstwirtschaft große Beachtung. Seit 1998 führt China ein Projekt zum Schutz der Naturwaldressourcen, ein Projekt für die Rückverwandlung von Ackerland in Wald, Projekte für Schutzwaldsysteme in Nordost-, Nord- und Nordwestchina sowie im Einzugsgebiet des Yangtse, ein Projekt zur Sanierung der Sandsturmherde bei Beijing und Tianjin, Projekte zum Schutz der Wildflora und -fauna und zum Aufbau von Naturschutzgebieten sowie Projekte zum Aufbau von Nutzwaldbasen mit schnell wachsenden, ertragreichen Baumarten in Schwerpunkt-Gebieten durch. Während des 10. Fünfjahresplans wurden unter dem Projekt zum Schutz der Naturwaldressourcen insgesamt acht Millionen Hektar gemeinnützige ökologische Wälder angelegt und 93,33 Millionen Hektar Wald erholten sich und blühten wieder auf. Mit dem Projekt für die Rückverwandlung von Ackerland in Wald wurden insgesamt 21,33 Millionen Hektar aufgeforstet, davon entfielen 5,38 Millionen Hektar auf die Rückverwandlung von Ackerland in Wald, 12 Millionen Hektar auf die Aufforstung kahler Berge und Ödlands und 1,33 Millionen Hektar auf Schonflächen. Mit dem Projekt zur Sanierung der Sandsturmherde bei Beijing und Tian­jin wurden verschiedene Sanierungsaufgaben in einem Gebiet von 6,67 Millionen Hektar erfüllt. Mit den Schwerpunkt-Projekten für die Schutzwälder in Nordost-, Nord- und Nordwestchina sowie im Einzugsgebiet des Yangtse wurden 3,41 Millionen Hektar aufgeforstet und 3,46 Millionen Hektar zu Schutzzonen erklärt, so dass sich die Vegetation erholen kann.

— Steppenschutz Um den ökologischen Aufbau, die Planung und die Verwaltung der Steppen zu intensivieren, hat man den strategischen Schwerpunkt für die Steppengebiete von hauptsächlich wirtschaftlichen Zielen hin zu einem „Schwerpunkt auf ökologische, wirtschaftliche und soziale Ziele, mit ökologischen Zielen als Priorität“ verändert. Dadurch wurde die Vegetation der Steppen effektiv wiederhergestellt und das Ökosystem der Steppen verbesserte sich allmählich. Der Staat stockt die Investitionen zum Aufbau und Schutz der Steppen weiter auf. Zwischen 2000 und 2005 haben die zentralen Finanzbehörden dafür insgesamt mehr als neun Milliarden Yuan bereitgestellt, wobei Projekte zum ökologischen Aufbau der Steppen wie die Wiederherstellung und der Aufbau der Vegetation von Natur-steppen, die Anlegung von Hürden und Gattern in Weidegebieten, die Errichtung von Basen für Futtergrasanbau, die Rückverwandlung von übermäßig genutzten Weidegebieten in Steppen und das Projekt zur Bekämpfung der Sandsturmherde bei Beijing und Tianjin in Angriff genommen und dabei gute ökologische, wirtschaftliche und soziale Effekte erzielt wurden. Bis Ende 2005 überlebten landesweit 13 Millionen Hektar der künstlich gepflanzten Gräser, die Fläche der verbesserten Steppen betrug 14 Millionen Hektar, Weideland mit einer Fläche von 33 Millionen Hektar wurde umzäunt, während auf 20% der nutzbaren Steppen die Viehhütung verboten, brachgelegt oder in zonenweise Wechselwirtschaft umgewandelt wurden.

— Bodenschutz, -erschließung und -sanierung Die chinesische Regierung hat den Schutz des Ackerlandes zu einer grundlegenden Staatspolitik erklärt und verfolgt eine strikte Politik des Schutzes von Ackerland. Um eine wichtige Grundlage zur Sicherstellung der Getreideversorgung zu schaffen, hat der Staat Schutzgebiete für grundlegendes Ackerland definiert. Gleichzeitig hat der Staat ein Kontrollsystem für die Bodennutzung eingerichtet und die Gesamtfläche und Struktur des Baulandes einer strengen Kontrolle unterworfen, damit der Umwidmung von Ackerland Schranken gesetzt werden. Im Jahr 2004 sank die Fläche des Ackerlands, auf dem widmungsfremde Bauprojekte errichtet wurden, um 37% gegenüber dem Vorjahr; es konnte im Großen und Ganzen ein Gleichgewicht zwischen widmungsfremd genutztem und erschlossenem Ackerland hergestellt werden. Außerdem hat der Staat die Bodenerschließung und -sanierung intensiviert, ein Verwaltungssystem für Projekte zur Bodenerschließung und -sanierung etabliert, die Durchführung der staatlich finanzierten Bodenerschließungs- und -sanierungsprojekte organisiert, um ein dynamisches Gleichgewicht der gesamten Ackerlandfläche zu bewahren und die ökologische Umwelt zu verbessern. Während des 10. Fünfjahresplans wurden Grundstücke in Dörfern und Städten, durch Katastrophen ruinierte Böden und nicht mehr genutzte Fabrik- und Bergwerksgelände wissenschaftlich saniert und rekultiviert; die Fläche der rekultivierten Böden betrug 76 000 Hektar. Eine Reihe von ordentlich geplanten Dörfern mit guter ökologischer Umwelt wurde fertig gestellt und die ökologische Umwelt in einigen Städten, deren Ressourcen erschöpft sind, und in Schwerpunkt-Bergwerksgebieten wurde weiter saniert und wiederhergestellt.

— Gewässer- und Bodenschutz Der Staat hat mehrere spezielle Projekte zur Bekämpfung der Sandsturmherde bei Beijing und Tianjin, zum Gewässer- und Bodenschutz in Bezug auf die nachhaltige Nutzung der Wasserressourcen in der Hauptstadt, zum Gewässer- und Bodenschutz durch die Errichtung von Dämmen, welche den angespülten Löss von der Löss-Hochebene zurückhalten, und für die umfassende Verhütung und Bekämpfung der Bodenerosion im Schwarzerde-Gebiet in Nordostchina und im Karstgebiet der Flüsse Nan­pan und Bei­pan am Oberlauf des Zhujiang (Perlfluss) umgesetzt. Die Schwerpunkte der Verhütung und Bekämpfung der Bodenerosion erstrecken sich vom Ober- und Mittellauf des Yangtse und des Gelben Flusses bis zum Schwarzerde-Gebiet in Nordostchina, dem Oberlauf des Zhujiang und dem Gebiet rund um Beijing und Tianjin. Der Staat hat die Errichtung von Modellgebieten und Modellprojekten in Angriff genommen: Über 300 Projekte für den Gewässer- und Bodenschutz mit jeweils einer Fläche von über 200 Quadratkilometern, 190 ökologische Modellkreise für den Gewässer- und Bodenschutz sowie 1398 kleine Modelleinzugsgebiete wurden fertig gestellt. Außerdem wurde mit dem Bau der ersten 62 Modellgebiete mit einer Fläche von jeweils über 300 Quadratkilometern und über 50 wissenschaftlich-technischen Modellparks für den Gewässer- und Bodenschutz begonnen. In 188 Kreisen wurden Pilotprojekte für den Gewässer- und Bodenschutz und die ökologische Sanierung durchgeführt, wobei die Gebiete aller staatlichen Schwerpunktprojekte für den Gewässer- und Bodenschutz umfassend zur Schonung abgesperrt und geschützt wurden; ihre Gesamtfläche betrug 126 000 Quadratkilometer. Ferner wurde ein vorbeugendes Schutzprojekt für den Gewässer- und Bodenschutz im Gebiet der „Quellen der drei Flüsse“ (der Yangtse, der Gelbe Fluss und der Lancang-Fluss) in Angriff genommen. Bis jetzt wurden in 980 Kreisen der 25 Provinzen (bzw. autonomen Gebiete und regierungsunmittelbaren Städte) Berge ganz oder teilweise abgesperrt und die Weidewirtschaft auf den Bergen verboten. Die abgesperrten Flächen betrugen über 600 000 Quadratkilometer und die Vegetation innerhalb der abgesperrten Gebiete hat sich relativ schnell wieder erholt. Während des 10. Fünfjahresplans wurde die Bodenerosion auf einer Fläche von insgesamt 240 200 Quadratkilometern und in über 11 500 kleinen Einzugsgebieten von Flüssen umfassend saniert, 4,06 Millionen Hektar grundlegendes Ackerland wurden definiert. Waldstreifen zur Erosionsbekämpfung, Wirtschafts- und Obstwälder sowie Wälder für den Schutz von Wasserquellen mit einer Gesamtfläche von 15,33 Millionen Hektar wurden angelegt, und über 3,5 Millionen kleine Projekte gegen die Bodenerosion, wie Dämme zum Zurückhalten von Sand und Anlagen zur Speicherung von Regenwasser und gegen die Bodenerosion in Hanglagen sowie 7000 Dämme für den Erosionsschutz, wurden errichtet.

— Die Verhütung und Bekämpfung der Desertifikation Die chinesische Regierung betrachtet die Verhinderung der Ausdehnung der Wüsten und die Bekämpfung der Desertifikation als eine strategische Maßnahme zur Verbesserung der ökologischen Umwelt, zur Erweiterung des Lebens- und Entwicklungsraums und zur Förderung der koordinierten und nachhaltigen Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft. Dazu hat die Regierung das „Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung der Desertifikation“ erlassen und umgesetzt, den „Landesweiten Plan zur Verhütung und Bekämpfung der Desertifikation (2005–2010)“ gebilligt, die „Resolution über die weiter verstärkte Verhütung und Bekämpfung der Desertifikation“ bekannt gegeben und eine Reihe von Schwerpunktprojekten zur Verhütung und Bekämpfung der Desertifikation durchgeführt. Dadurch hatte die von der Desertifikation betroffene und versandete Bodenfläche eine Nettoabnahme zu verzeichnen. Bis Ende 2004 machten von der Desertifikation betroffene Flächen im ganzen Land etwa 2,63 Millionen Quadratkilometer und versandete Flächen etwa 1,74 Millionen Quadratkilometer aus. Im Vergleich zu 1999 verringerten sich in den letzten fünf Jahren die von der Desertifikation betroffenen Flächen um 37 924 Quadratkilometer und versandete Flächen um 6416 Quadratkilometer; Wüstenbildung und Versandung ließen etwas nach und die stark und äußerst stark von Desertifikation betroffenen Flächen verringerten sich um 245 900 Quadratkilometer. Der Tendenz der Ausdehnung der Wüstenbildung und Desertifikation wurde zum ersten Mal insgesamt Einhalt geboten.

— Schutz der Meeresumwelt In China sind im Wesentlichen bereits ein Rechtssystem und eine Verwaltungsvollstreckungsgesetzgebung für den Schutz der Meeresumwelt entstanden. Ein Kontrollnetzwerk für die Meeresumwelt hat Gestalt angenommen und ein Flächennutzungsplan der Meere und der Küstengewässer wurde ausgearbeitet und umgesetzt. Dadurch werden die Meeresressourcen rationell erschlossen und geschützt, die Meeresverschmutzung und die Zerstörung des Ökosystems verhindert und die nachhaltige Entwicklung der maritimen Wirtschaft gefördert. Die chinesische Regierung setzt die Pläne für die Verhütung und Beseitigung der Verschmutzung der wichtigsten Flüsse, die ins Meer münden, und Pläne für den Umweltschutz von Schwerpunkt-Meeresgebieten aktiv um. Nach der Sanierung der Verschmutzung des Bohai-Meeres hat China im Jahr 2005 die Sanierung der Verschmutzung der Mündungsgebiete des Yangtse und des Zhujiang und deren angrenzenden Meeresgebiete in Angriff genommen, indem in diesen beiden Gebieten eine Überwachung und Untersuchung der Umwelt sowohl des Flusses als auch zur See angestellt wurde, um die Sanierung mit Rücksicht auf das Festland und das Meer einheitlich und umfassend zu planen. Die chinesische Regierung setzt das Überprüfungs- und Genehmigungssystem für Bauprojekte am Meer und Verklappung auf See strikt um, verstärkt den Gesetzesvollzug und die Kontrolle über die Verklappung und intensiviert die Überwachung der Meeresumwelt. Der Staat hat den „Notfallplan für Algenpest-Katastrophen“ und den „Notstandsplan für schwere Ölkatastrophen bei der Offshore-Ölförderung“ bewilligt und diese ins staatliche Katastrophenschutzsystem aufgenommen sowie ein erstes Schutzsystem für Katastrophen auf See etabliert. China hat die Verhütung und Bekämpfung der Verschmutzung durch Schiffe und die Verwaltung von Gefahrguttransporten verstärkt und treibt den Aufbau eines Schutzsystems für Ölkatastrophen auf See aktiv voran. Bis Ende 2004 hat China bereits 120 Naturschutzgebiete verschiedener Ebenen auf See errichtet, wodurch eine große Zahl seltener und wertvoller Arten der Meerestiere und -pflanzen sowie wichtige Biotope wie Korallenriffe, Mangroven und Fortpflanzungsstätten von Meeresalgen geschützt werden. Durch Maßnahmen wie Fangquoten, die Reduktion der Anzahl von Fischereischiffen, die Vervollkommnung der Schonsysteme sowie die Errichtung von Schutzgebieten für Fischressourcen und die Dekretierung eines „Nullwachstums“ im Fischfang werden die Fischressourcen geschützt, so dass sie sich erholen und vermehren können.

— Aufbau von Naturschutzgebieten, Schutzgebieten mit ökologischen Funktionen sowie Landschafts- und Sehenswürdigkeitsgebieten Die chinesische Regierung betrachtet die Einrichtung von Naturschutzgebieten als eine wichtige Maßnahme zum Schutz der ökologischen Umwelt. Bis Ende 2005 gab es in China 2349 Naturschutzgebiete verschiedener Ebenen mit einer Gesamtfläche von 1,5 Millionen Quadratkilometern, das sind etwa 15% der Landfläche des chinesischen Territoriums. Im ganzen Land ist ein Netzwerk von Naturschutzgebieten verschiedener Typen entstanden, dessen Standortverteilung ziemlich rationell ist. Diese Naturschutzgebiete gewähren 85% der verschiedenen Ökosysteme zu Lande, 85% der Wildtierarten und 65% der Gemeinschaften von Pflanzen wirksamen Schutz. In den Quellengebieten der Flüsse, wichtigen Quellschutzgebieten, Ausgleichs- und Speichergebieten für Hochwasser sowie in Windschutz- und Sandbefestigungsgebieten und in anderen Gebieten, die wichtige ökologische Funktionen haben, hat der Staat den Aufbau von Schutzgebieten mit ökologischen Funktionen entfaltet. In 18 typischen Gebieten wie im Quellgebiet des Dongjiang-Flusses, dem Dong­ting-See und dem Qin­ling-Gebirge hat der Staat Versuche zur Errichtung nationaler Schutzgebiete mit ökologischen Funktionen angestellt. Provinzen und autonome Gebiete wie die Innere Mongolei, Heilongjiang, Jiangxi, Hubei, Hunan, Gansu und Qinghai haben den Aufbau lokaler Schutzgebiete mit ökologischen Funktionen vorge-nommen. Gegenwärtig gibt es 677 Landschafts- und Sehenswür-digkeitsgebiete, die von der chinesischen Regierung überprüft und ausgewiesen wurden. 187 davon sind nationale Schwerpunkt-Landschafts- und Sehenswürdigkeitsgebiete. Die nationalen Schwerpunkt-Landschafts- und Sehenswürdigkeitsgebiete wie der Taishan, Huangshan, Emeishan, Leshan, Wuyishan, Lushan, Wulingyuan, Jiuzhaigou, Huanglong, Qingchengshan und Dujiangyan, der Zusam-menfluss der drei Flüsse und viele Naturschutzgebiete wurden von der UNESCO in die Liste des Welterbes, ins Netzwerk der Menschen- und Biosphärenschutzgebiete der Welt bzw. in die Liste der wichtigen Feuchtgebiete der Welt aufgenommen. In China gibt es über 1900 Waldparks, von denen 627 zu den nationalen Waldparks gehören. Ferner gibt es 85 nationale geologische Parks, von denen acht – der Huangshan in der Provinz Anhui, der Lushan in der Provinz Jiangxi, der Yuntaishan in der Provinz Henan, der Steinwald bei Kunming in der Provinz Yunnan, der Danxiashan in der Provinz Guangdong, Zhangjiajie in der Provinz Hunan, die Wudalianchi in der Provinz Heilongjiang und der Songshan in der Provinz Henan – als erste in die Liste des World Geopark Network eingetragen wurden.

— Schutz der Artenvielfalt China ist reich an Wildtier- und Pflanzenressourcen. Der Staat hat das „Aktionsprogramm für den Schutz der Artenvielfalt in China“ ausgearbeitet, den „Forschungsbericht über die Artenvielfalt in China“ verfasst und die „Planung für Schutz und Nutzung von biologischen Saatgut- und Keimzellenressourcen“ zusammengestellt. Zurzeit gibt es im ganzen Land insgesamt 250 Basen für die Rettung und Fortpflanzung der Wildtiere und über 400 Zentren für Saatgut-Schutz und -Zucht sowie Genbanken für Wildpflanzen, wodurch für über 200 Arten wertvoller, seltener und vom Aussterben bedrohter Wildtier- sowie über tausend Wildpflanzenarten konstante künstliche Populationen entwickelt wurden. China hat gleichzeitig eine landesweite Untersuchung über die vom Staat schwerpunktmäßig geschützten Wildpflanzenressourcen vorgenommen, Exemplare sichergestellt und 67 Habitatschutzgebiete für landwirtschaftlich nutzbare Wildpflanzen eingerichtet. Außerdem wurde eine landesweite Untersuchung über das Eindringen fremder Arten angestellt. Um die wichtigsten gefährlichen fremden Arten zu bekämpfen, hat China eine Aktion zur Vertilgung dieser Arten in hundert Kreisen in zehn Provinzen unternommen, wodurch auch das Bewusstsein und die Fähigkeit der Bürger über die Verhinderung des Eindringens fremder Arten in China erhöht wurden. Von den 189 Pflanzenarten, die von der landesweiten Untersuchung über die Wildpflanzenressourcen erfasst wurden, entsprechen 71% der Populationen in der Natur den Normen für eine stabile Existenz und Vermehrung. Von den 252 Tierarten, die von der landesweiten Untersuchung über Wildtiere erfasst wurden, weisen 55,7% der Populationen eine stabile bzw. leicht steigende Anzahl auf. Die Populationen einiger seltener, wertvoller bzw. vom Aussterben bedrohter Tierarten wie des China-Alligators und des Nippon-Ibis verdoppelten sich; die Anzahl der in freier Wildbahn lebenden Pandas erreichte 1596 und die der künstlich gezüchteten Pandas 183 Exemplare. Die Habitate einiger Arten erweitern sich allmählich, wobei ständig neue Gruppen, neue Habitate, Fortpflanzungs- und Überwinterungsorte von einigen seltenen Arten wie der Saundersmöwe (Larus saundersi) und des Schwarzgesichtlöffers (Platalea minor) entdeckt werden. Exemplare des Sichuan-Lebensbaums (Thuja sutchuenensis), der vor mehr als hundert Jahren spurlos verschwunden war und von der Internationalen Tagung zum Schutz der Umwelt (IUCN) zur extrem vom Aussterben bedrohten Art erklärt worden war, wurden wieder entdeckt.

— Schutz von Feuchtgebieten Die chinesische Regierung hat das „Aktionsprogramm für den Schutz von Feuchtgebieten in China“ veröffentlicht und den „Plan für das Projekt zum Schutz der Feuchtgebiete im ganzen Land (2002–2030)“ sowie den „Plan für die Durchführung des Projekts zum Schutz der Feuchtgebiete im ganzen Land (2005–2010)“ ausgearbeitet und umgesetzt. Zurzeit gibt es im ganzen Land insgesamt 473 geschützte Feuchtgebiete mit einer Gesamtfläche von 43,46 Millionen Hektar. Rund 45% der Naturfeuchtgebiete wurden zu Naturschutzgebieten erklärt und wirksam geschützt, wobei 30 Feuchtgebiete wie der Dongting-See, der Poyang-See und das Zhalong-Feuchtgebiet mit einer Gesamtfläche von 3,46 Millionen Hektar in die Liste der wichtigsten Feuchtgebiete der Welt aufgenommen wurden. Die Fläche vieler wichtiger Feuchtgebiete wurde stabilisiert und erweitert, ihre ökologische Funktion wiederhergestellt bzw. verbessert und der Trend der schnellen Reduzierung ihrer Flächen wirksam umgekehrt. Der Staat legt auf den Schutz der städtischen Feuchtgebiete großen Wert und verstärkt diese Arbeit, wobei er zehn städtische Feuchtgebietparks bewilligt hat.

(Fortsetzung folgt)

 

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