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Heftige Proteste in China gegen Yasukuni-Schrein-Besuch von Koizumi

China hat in scharfer Form gegen den jüngsten Besuch des japanischen Ministerpräsidenten Junichiro Koizumi im Yasukuni-Schrein protestiert. Das chinesische Außenministerium warf dem japanischen Ministerpräsidenten in einer Erklärung vom 15. August vor, alle Vorbehalte und Einwände der internationalen Gemeinschaft, der asiatischen Nachbarländer und des japanischen Volkes gegen den Besuch des Yasukuni-Schreins missachtet zu haben. Das Ministerium wies darauf hin, dass eine positive Entwicklung der chinesisch-japanischen Beziehungen beiden Ländern diene und für Frieden und Stabilität in der Region wichtig sei. Japanische Persönlichkeiten mit politischer Weitsicht bemühten sich daher, alle politischen Schwierigkeiten zu beseitigen, um das Verhältnis zwischen China und Japan zu normalisieren, so die Erklärung weiter.

Der chinesische Außenminister Li Zhaoxing bestellte am Vormittag des 15. August den japanischen Botschafter in China, Miyamoto Yuji, ein. Dabei übermittelte er den Protest der chinesischen Regierung wegen des Besuchs des japanischen Ministerpräsidenten am Yasukuni-Schrein. In mehreren Städten Chinas kam es am 15. August zu Demonstrationen gegen den Yasukuni-Schrein-Besuch. In der Stadt Nanjing der Provinz Jiangsu sowie in Hongkong gingen Menschen auf die Straße und verurteilten die Handlungsweise des japanischen Ministerpräsidenten.

Die chinesische Staatliche Nachrichtenagentur Xinhua erklärte in einem am 15. August veröffentlichten Leitartikel, der japanische Ministerpräsident habe auf den Besuch des Yasukuni-Schreins beharrt und damit dem Willen der Mehrheit der Japaner zuwidergehandelt. Mit dem Besuch des Schreins habe Koizumi die Gefühle der vom japanischen Aggressionskrieg betroffenen Völker, einschließlich des chinesischen Volkes, verletzt.

Das Zentralorgan des ZK der KP Chinas „Renmin Ribao“ warnt in einem Artikel seiner Mittwochsausgabe die japanischen Spitzenpolitiker davor, der Frage der Yasukuni-Schrein-Besuche auszuweichen. Ohne eine Klärung dieser Frage könne Japan seine Beziehungen zu seinen Nachbarländern nicht verbessern, heißt es.

Der Verantwortliche der chinesisch-japanischen Freundschaftsgesellschaft verurteilte seinerseits in einem Schreiben den Besuch von Junichiro Koizumi am Yasukuni-Schrein.

Japans Ministerpräsident Junichiro Koizumi war ungeachtet der Einwände und Proteste am Vormittag des 15. August zum Yasukuni-Schrein gepilgert. Erstmals besuchte Koizumi den Schrein am 15. August, dem Jahrestag der japanischen Kapitulation im Zweiten Weltkrieg. Seit seinem Amtsantritt im Jahre 2001 hatte Koizumi sechs Male den Yasukuni-Schrein besucht.

(CRI)

 

 

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