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Wirtschaftskammer Österreich fördert wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China

Die Wirtschaftskammer Österreich ist die größte Wirtschaftsorganisation für österreichische Firmen mit 300 000 Mitgliedern. Deren Außenwirtschafts-Abteilung ist zuständig dafür, die österreichische Wirtschaft im Ausland besser zu präsentieren und zu unterstützen. Weltweit betreibt die Wirtschaftskammer momentan 106 Stützpunkte, davon 70 Außenhandelstellen und 36 kleinere Büros. Mit Stolz erfüllt Reinhart Zimmermann dabei vor allem die Tatsache, dass es die Kammer war, die bereits im Jahr 1966, also fünf Jahre vor Aufnahme diplomatischer Beziehungen in Beijing das erste Büro der Österreichischen Wirtschaft in China eröffnet hat, basierend auf einem Abkommen, das die Wirtschaftskammer Österreich mit der Chinesischen Gesellschaft für die Förderung des Internationalen Handels (CCPIT) abgeschlossen hatte.

Laut Angaben von Zimmermann betreut die Wirtschaftskammer derzeit 240 österreichische Unternehmen in China und steht auch der anderen Seite zur Verfügung, um chinesischen Firmen zu helfen, zu österreichischen Partnern in die Alpenrepublik zu kommen:

„In China selbst haben wir mittlerweile 40 Mitarbeiter und sechs Stützpunkte, und zwar drei Außenhandelsstellen in Peking, Shanghai und Hongkong und drei Marketing-Büros in Shenyang, Chongqing und Guangzhou. Es ist ein sehr großes und für uns sehr wichtiges Netz. Wie Sie sehen, liegt uns China sehr am Herzen. Und wir wissen, was für ein Potential hier in China liegt, das wir nutzen wollen. Gleichzeitig bieten wir auch chinesischen Unternehmen unsere Unterstützung an, um zu österreichischen Partnern zu kommen.“

Enorme Fortschritte sind seit Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen beiden Ländern gemacht worden: In der wirtschaftlichen Ausrichtung Chinas, in der ökonomischen Entwicklung Österreichs, vor allem aber auch im bilateralen Austausch von Waren und Dienstleistungen. Von einer bescheidenen Basis in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts ausgehend haben die wechselseitigen Exporte und Importe im vergangenen Jahr ein neues Rekordvolumen von über 2,5 Milliarden US-Dollar erreicht, und die Aussichten auf weiteres Wachstum sind sehr gut. Dazu sagte Reinhart Zimmermann, Präsident des Asien-Ausschusses der Wirtschaftskammer Österreich:

„Ich möchte jetzt den nächsten Schritt gehen und Ihnen zeigen, wie die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Österreich und China wirklich sind. Wie Sie sehen, exportieren wir weniger nach China, als China nach Österreich exportiert. Von Österreich aus werden 1,2 Milliarden Euro nach China exportiert. Von China bekommen wir Waren im Wert von 2,9 Milliarden Euro. Das ist relativ ein großes Handelsdefizit. Seit 2001 sehen wir die Chance, das Handelsbilanzdefizit zu reduzieren, indem wir in Form von Joint Venture unsere Zusammenarbeit intensivieren, und zwar in den Bereichen, in denen beide Seiten profitieren können. Was wird nun von Österreich aus nach China exportiert? Ganz kurz gesagt, der Großteil, nämlich 70 Prozent, sind Projekte von österreichischen Firmen in China, besonders in Bereichen Umweltschutz, Gesundheit, Notfalleinrichtungen. Andere Lieferungen sind Industrieanlagen in den Branchen Stahl, Kunststoff, Papier, Fahrzeugbau und Zwischenprodukte, die nach China geliefert werden und Chemieprodukte. Was wird aus China nach Österreich exportiert? Hier handelt es sich hauptsächlich um Konsumgüter und Fertigprodukte wie Elektrogeräte, Bekleidung und Textilien, Schuhe, Spielzeug und Lederwaren.“

Zur Teilnahme an diesem Aufschwung hat die österreichische Wirtschaft ihre Präsenz in China enorm verstärkt:

„Österreichische Firmen haben schon einen wichtigen und großen Schritt vorgenommen, um in China zu investieren. Momentan haben wir 240 österreichische Firmen, die eine Niederlassung in China haben, darunter 60 Firmen im Produktionssektor. Seit 1997 haben diese Firmen schon 500 Millionen Euro investiert. Und viele bekannte und große österreichische Firmen sind in China aktiv.“

Jährlich organisiert die Wirtschaftskammer mehrere Wirtschaftsmissionen nach China und betreut eine große Anzahl von chinesischen Fachdelegationen in Österreich. Das neue „Austria-Center“ in Beijing umfasst erstmals neben den Exporten für Außenhandel auch eine Fachkraft für die Tourismusförderung. Zu Aussichten weiterer wirtschaftlicher Zusammenarbeit sagte Zimmermann von der Wirtschaftskammer Österreich:

„Was unsere Strategie für die nächsten Jahre für unsere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China und die Geschäftschancen österreichischer Firmen in China anbelangt, verfügen wir derzeit über ein Handelsvolumen von vier Milliarden Euro. Bis zum Jahr 2008 soll das Handelsvolumen auf fünf Milliarden Euro kommen. Ich glaube, es ist nicht so schwierig, angesichts dessen, wie stark sich der Handel zwischen Österreich und China in den letzten Jahren entwickelt hat. Bis zum Jahr 2008 möchten wir eigentlich unsere Direktinvestitionen in China verdoppeln auf eine Milliarde Euro - mit doppelt so vielen Firmen, nämlich 500 österreichischen Firmen in China. Ich hoffe, dass dieses ehrgeizige Ziel Unterstützung erhalten wird sowohl von der österreichischen als auch von der chinesischen Regierung. Wir sehen die Wachstumschance vor allem in den Bereichen Anlagen, Infrastruktur, Ausbau des Eisenbahnnetzes. Stromerzeugung und Stromübertragung, Umwelttechnologien und Energieeffizienz, aber auch auf dem Hightech-Sektor.“

(CRI)

 

Adresse: BEIJING RUNDSCHAU Baiwanzhuanglu 24,
100037 Beijing, Volksrepublik China