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China wird seinen Wassermarkt nach außen öffnen

Auf dem 5. Weltwasserkongress, der gegenwärtig in Beijing stattfindet, hat der stellvertretende chinesische Ministerpräsident Zeng Peiyan auswärtige Unternehmen eingeladen, in die chinesische Wasserwirtschaft zu investieren und dabei moderne Technik und Managementmethoden einzuführen. Damit könnten sie dazu beitragen, die Wasserkrisen und das Problem der Wasserverschmutzung in China zu beseitigen, so Zeng Peiyan vor den über 3000 Teilnehmern aus mehr als 90 Ländern und Gebieten.

Auf dem gegenwärtig laufenden Wasserkonferenz in Beijing erörtern Regierungsvertreter, Experten und Techniklieferanten aus aller Welt Fragen wie die Verwaltung der Wasserressourcen, die Trinkwasserversorgung und die Wiederaufbereitung von Abwässern. In einer Ausstellung werden moderne Technologien und Anlagen zur Wasserbehandlung vorgestellt.

Der stellvertretende chinesische Ministerpräsident Zeng Peiyan verwies in einer Rede bei dem Kongress darauf, dass jedem Einwohner in China nur eine geringe Menge an Trinkwasser zur Verfügung steht. Im Zuge der weiteren Industrialisierung und Urbanisierung in China werde auch der Bedarf der Unternehmen und der Bevölkerung an Wasser steigen. Deshalb bedürfe es großer Anstrengungen in China, den sparsamen Umgang mit Wasser zu fördern sowie die vorhandenen Wasserressourcen zu schützen und umsichtig zu nutzen.

Zeng Peiyan erklärte die Bereitschaft Chinas, die Zusammenarbeit mit dem Ausland in Fragen der Wasserversorgung und Wasseraufbereitung auszubauen. In diesem Sinne werden auswärtige Investoren angespornt, moderne Anlagen zum Wassersparen und zur Abwasseraufbereitung in China einzuführen. An die chinesischen Unternehmen richtete Zeng Peiyan den Appell, moderne Technologien, Erfahrungen und hochqualifizierte Fachkräfte im Bereich der Wasseraufbereitung und des sparsamen Umgangs mit Wasser ins Land zu bringen. Dadurch werde die bilaterale und multilaterale Zusammenarbeit zwischen den Ländern intensiviert. Nicht zuletzt könnten im Rahmen einer solchen Zusammenarbeit gemeinsame Forschungen zum Schutz der Wasserumwelt und zur Entwicklung politischer Strategien für eine umsichtige Nutzung der Wasserressourcen betrieben werden.

Der stellvertretende Vorsitzende der Internationalen Wasservereinigung (IWA), David Garman, begrüßte Chinas Bereitschaft zu einer weiteren Öffnung seines Marktes für die Wasserwirtschaft:

"Soweit ich die Rede von Vizeministerpräsident Zeng Peiyan verstanden habe, hat er sich für eine Beseitigung der Barrieren für auswärtige Investoren auf dem chinesischen Wassermarkt ausgesprochen. Diese Haltung geht mit den Prinzipien der Internationalen Wasservereinigung konform. Kurz gesagt, bieten sich für China jetzt sehr gute Chancen. Es kann Erfahrungen und Lehren anderer Länder heranziehen. Dabei kann es die in den entwickelten Ländern begangenen Fehler vermeiden und modernste Technik einführen."

Der stellvertretende chinesische Aufbauminister Qiu Baoxing sagte auf dem Weltwasserkongress, die Wiederaufbereitung von Wasser sowie die Vorbeugung und Beseitigung von Wasserverschmutzung ist in entwickelten Ländern bereits seit 30 Jahren gängige Praxis. Deren Erfahrungen und Lehren sind heute für China sehr wertvoll:

"Wir wollen uns um auswärtige Investitionen einschließlich der Einführung moderner Technologien und Erfahrungen bemühen. Damit zielen wir darauf, die sich verschärfende Wasserkrise und das Problem der Wasserverschmutzungen zu lösen. China verfügt über einen sehr großen Wassermarkt."

Anfang 80er Jahre hatte die chinesische Regierung begonnen, auswärtiges Kapital zur Wasserversorgung von Städten und Gemeinden zu nutzen. Damals begannen Regierungen des Auslands sowie internationale Finanzinstitutionen China Kredite für Projekte zur Verbesserung der Wasserversorgung und zum Bau von Kläranlagen zur Verfügung zu stellen. Danach hatte China seinen Wassermarkt allmählich für ausländische Unternehmen geöffnet und ausländische Investoren zur Beteiligung an Aufbau der Wasserversorgung und Kläranlagen ermutigt. Trotzdem haben auswärtige Investoren bislang weniger als 10 Prozent in den chinesischen Wassermarkt investiert.

Qiu Baoxing verwies darauf, dass China im Zuge seiner schnellen Entwicklung dringend Wasser brauche. Dabei stelle man heute höhere Anforderungen an die Wasserqualität und an den Schutz der Wasserumwelt in China. Der chinesische Wassermarkt verfüge über ein großes Potential. In den folgenden fünf Jahren werde die chinesische Regierung mehr als eine Billion Yuan in die Wasserversorgung von Städten und Gemeinden investieren. Zur Entwicklung des Wassermarktes heißt die Regierung auswärtige Investitionen herzlich willkommen.

(CRI, 13. September )

 

Adresse: BEIJING RUNDSCHAU Baiwanzhuanglu 24,
100037 Beijing, Volksrepublik China