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Audi erweitert Produktion in China

Der deutsche Automobilhersteller Audi erweitert seine Produktion in China. Entsprechende Pläne symbolisieren die wachsende Bedeutung des chinesischen Marktes für die Audi AG. China ist nach Deutschland, den USA und Großbritannien der viertgrößte Absatzmarkt der VW-Tochter. Im ersten Halbjahr zogen die Audi-Verkäufe in China laut eigenen Angaben um gut 94 Prozent an. In diesem Zeitraum verkaufte Audi in China rund 38 838 Pkw, darunter 37 088 der lokal produzierten Audi A6 und A4.

Für die Audi AG wird der chinesische Markt in den kommenden Jahren eine deutlich höhere Bedeutung bekommen. „China wird für uns in etwa zwei bis drei Jahren der nach Deutschland größte Absatzmarkt sein“, sagte das für das China-Geschäft zuständige Vorstandsmitglied Erich Schmitt im Gespräch mit der US-Wirtschaftsnachrichtenagentur Dow Jones Newswires. Dabei gab er erstmals eine langfristige Prognose für China ab. Derzeit ist China der viertgrößte Absatzmarkt der Firma hinter Deutschland, den USA und Großbritannien. Audi will mit der Produktionserweiterung seinen Führungsanspruch im ertragreichen chinesischen Markt für Premium- Fahrzeuge ausbauen. In diesem Marktsegment erwarten Experten in den kommenden Jahren eine deutlich höhere Wettbewerbsintensität. Nach Angaben von Erich Schmitt verfügt Audi in China über einen Marktanteil von über 50 Prozent im Premiumsegment. Und wie er sagte, wolle Audi alles tun, damit es so bleibe.

Helfen sollen dabei vor allem neue Produkte und der Ausbau der Vertriebsstruktur. Zu den derzeit 120 Exklusiv-Händlern in China sollen noch 30 oder 40 dazu kommen. Vor allem in größeren Städten und in der Region zwischen der ostchinesischen Wirtschaftsmetropole Shanghai und der Sonderverwaltungszone Hongkong gebe es Nachholbedarf. Ein besonderes Augenmerk gilt der Qualität der Exklusivhändler. Deren Ausstellungsräume müssten an die erweiterte Modellpalette angepasst werden.

Ferner kündigte Erich Schmitt von der Audi AG an, im kommenden Jahr das neu aufgelegte Modell TT Coupe nach China zu exportieren. Zudem sei bereits klar, neben dem A4 und dem A6 ein weiteres Modell in China zu fertigen. Welches das sein soll, ließ er sich nicht entlocken.

Um die höhere Fertigung zu bewältigen, will die VW-Tochter zügig seine Produktionskapazitäten erhöhen. „Im kommenden Jahr soll die Kapazität für den A4 und den A6 bei über 100 000 Fahrzeugen liegen“, sagte Schmitt. Derzeit beträgt sie rund 75 000 Einheiten.

Einen deutlichen Ausbau des Premium-Segments am Gesamtmarkt hält Erich Schmitt zwar nicht für möglich, wohl aber eine strukturelle Veränderung: Derzeit gelte nach chinesischer Sichtweise jedes Fahrzeug mit einem Preis von mehr als 30 000 Euro als Premium. Dazu zählten auch Hersteller wie Honda. Der Begriff Premium wird sich künftig mehr auf Marken und weniger über den Preis darstellen, da ist sich Schmitt sicher und sieht darin einen Vorteil für starke Premium-Marken. Der Anteil am gesamten Fahrzeugmarkt werde aber konstant bei sieben bis acht Prozent liegen. In Deutschland beträgt der Anteil rund 25 Prozent.

Für das laufende Jahr erwartet der Vorstand ein deutlich größeres Absatzplus in China als im Vorjahr. Der Verkauf solle um über 30 Prozent auf deutlich über 70 000 Fahrzeuge gesteigert werden. Bislang hatte Audi lediglich von einem prozentual zweistelligen Zuwachs gesprochen. In den ersten sechs Monaten waren die Verkäufe um 94 Prozent auf 38 838 Einheiten gestiegen.

Die Absätze ankurbeln soll auch der vor wenigen Tagen auf dem chinesischen Markt eingeführte SUV Q7. Von dem neuen Modell sollen in China noch in diesem Jahr rund 1000 Stück verkauft werden. „Wenn sich die Verkäufe stabilisiert haben, könne man 3000 Autos pro Jahr absetzen“, prognostizierte Schmitt.

Langfristig will Audi proportional mit dem Gesamtmarkt wachsen, und für den sei nach Ansicht von Erich Schnitt in den kommenden Jahren mit einem jährlich prozentual zweistelligen Wachstum zu rechnen.

Entwarnung gab Schmitt vom Audi-Vorstand auf der Rohstoffseite. Im Gegensatz zu anderen Herstellern und Zulieferern sehe Audi im laufenden Jahr keine so hohe Belastung durch das hohe Preisniveau. Dazu tragen seiner Aussage zufolge auch die langfristigen Lieferverträge bei.

(CRI)

 

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