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Chinesisch-deutsche Zusammenarbeit im Logistikbereich

Transport und Logistik sind in vielen Ländern das Rückgrat der Wirtschaft, auch in China. Die große Bedeutung zeigte sich auch bei der Messe Transport Logistic China, die vor Kurzem in Shanghai stattfand. Mit 92 Unternehmen war Deutschland der größte Aussteller. Der deutsche Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee eröffnete auf der Messe einen Deutschland-Tag. Dabei wurde für den Logistikstandort Deutschland geworben. Deutschland präsentierte sich als Basis für Chinas Europaexpansion.

Der deutsche Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee eröffnete auf der Messe einen Deutschland-Tag.

"Die Logistikindustrie in Deutschland präsentiert sich hier in Pudong, an einem Platz, der wie kein zweiter geeignet ist, um vorzuführen, was wirtschaftliches Wachstum bedeutet. Wirtschaftliches Wachstum in China, aber heute geht es auch um wirtschaftliches Wachstum, um die Potenz von Deutschland."

Zur Eröffnung des Deutschlandstags auf der Logistikmesse in Shanghai hat der deutsche Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Wolfgang Tiefensee auf die deutschen Logistik-Lösungen speziell für den chinesischen Logistik-Markt hingewiesen und Anregungen für Investitionen in den deutschen Markt gegeben. Zum Deutschland-Tag sagte er:

"Deutschland soll hier mit Selbstbewusstsein und mit Expertise vorführen, wozu unsere mittelständischen und großen Unternehmen auf dem Felde Logistik in der Lage sein. Ich bin überzeugt, dass die chinesische Volksrepublik diese Expertise, dieses Know-how, diese Kenntnisse und Erfahrung, diese Kooperationen gut gebrauchen wird."

China ist derzeit einer der am stärksten wachsenden Märkte weltweit. Für die kommenden Jahre wird mit einem durchschnittlichen Wirtschaftswachstum in China von neun Prozent gerechnet. China ist nicht nur als "Fabrik der Welt" mit günstigen Produktionsbedingungen für ausländische Konzerne interessant. Mittlerweile entsteht dort auch eine große und konsumfreudige Mittelschicht, die einen starken Nachholebedarf bei vielen Waren und Dienstleistungen hat. Daher wächst der Warenverkehr zwischen Asien und Europa seit einigen Jahren kontinuierlich. Diese Entwicklung haben auch Logistikunternehmen erkannt, die bisher schwerpunktmäßig im europäischen Raum tätig waren. Sie bauen zunehmend eigene Netzwerke und Kompetenzbereiche in China auf, um ihre Kunden bei deren Eintritt in den chinesischen und den gesamten asiatischen Markt vor Ort optimal betreuen zu können.

Die Öffnungszeremonie

Chinas Außenhandel ist der Hauptantrieb für den regen internationalen Seeverkehr. Durch Chinas Importe von Eisenerz, Rohöl und ähnlichen Gütern haben die Seefrachtkosten für Massengut in den letzten Jahren einen unerwarteten Höhepunkt erreicht. Gleichzeitig haben Chinas Exporte von Industrieprodukten das Wachstum des Containerverkehrs stark gefördert.

Parallel zu den starken Umsatzzuwächsen im Containerverkehr mit China steigt auch das Luftfrachtaufkommen, da die Zeitersparnis mit diesem Transportmittel für manche hochwertige und sensible Produkte ein entscheidendes Kriterium ist. Außerdem wird gleichzeitig das erhöhte Passagieraufkommen bedient. So startet Singapur-Airlines demnächst als Carrier mit ihrer Cargo-Linie "Great Wall".

Die Lufthansa Cargo AG schickt Anfang August eine erste Boeing mit dem chinesischen Schriftzug "Jade-Cargo International" in den luftigen Wettbewerb. Dabei handelt es sich um ein Joint-Venture, an dem die Lufthansa 25 Prozent, die DEG 24 Prozent und der chinesische Partner Shenzhen Airlines 51 Prozent hält. Ihren Hub hat die Linie in Shenzhen, den Gateway in Amsterdam. Um beide Zielorte herum wurde ein dichtes Netz an logistischen Einrichtungen installiert, denn ohne Transport am Boden geht in der Luftfracht gar nichts. Das entscheidende Bindeglied zwischen Absender und Empfänger im Air-Cargo-Geschäft ist der Lastkraftwagen.

Erstmalig ist die Jade Cargo International auf der Messe Transport Logistic in Shanghai an einem Partnerstand vertreten. Vizepräsident Reto Hunziker hofft, dass sich die chinesische Fluglinie "mit schlanken Strukturen, einfachen Prozessen und professionellen Partnern bald im europäischen Markt etablieren wird"

Diesen Wunsch teilt auch der deutsche Bundesverkehrsminister Tiefensee. Investitionen in den Logistik-Sektor sind seiner Ansicht nach keine Einbahnstraße:

"China macht sich auf in die Welt, sucht neue Märkte, sucht Kooperationspartner, zum Beispiel Europa, und der europäische Markt wird zunehmend interessant für chinesische Unternehmen. Europa ist größer geworden. Von 15 auf 27 Mitglieder gewachsen, bietet es ohne Handelsgrenzen einen idealen Markt für China. Wir wollen genauso den Verkehr, die wirtschaftliche Kooperation von hier, von Shanghai, von China nach Deutschland. Denn chinesische Unternehmen sind dabei, den europäischen Markt zu erobern. Und das sollten sie von Deutschland aus tun."

Um den Investitionsstandort Deutschland umfangreicher vorzustellen, präsentierte sich Deutschland erstmals mit Gemeinschaftsständen. Dabei sind neben Dutzenden Unternehmen auch einzelne Bundesländer vertreten. Beate Richter ist Beraterin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für das Land Sachsen- Anhalt mbH. Nach ihren Angaben haben chinesische Unternehmen inzwischen bereits die Standortvorzüge des ostdeutschen Bundeslandes erkannt:

"Wir haben doch die ersten Chinesen, die in Sachsen-Anhalt investiert haben, beispielweise Firmen übernommen haben, oder als neue Investoren nach Sachsen-Anhalt kommen."

Vielversprechende chinesische Unternehmen, die sich auf Transport und Logistik spezialisieren, nutzen die Messe als internationale Präsentationsplattform für ihre Innovationen, Dienstleistungen und Technologien. Die Messe "Transport Logistics China" ist aus dem system- und branchenübergreifenden Messekonzept der Transport Logistics in München entstanden und konnte erfolgreich auf dem asiatischen Markt etabliert werden. In China bestehen ideale Voraussetzungen für internatonales Networking im Bereich Transport und Logistik. Die Transport Logistic China ist der Treffpunkt für Logistik, Telematik und Transport in Asien. Die Messe öffnete ihre Tore zum zweiten Mal im Shanghais neuem Internationalem Ausstellungszentrum (SNIEC).

(CRI)

 

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