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Kulturelle Veranstaltung zum Gedächtnis an Heine und Brecht

Von Huang Wei

Am 8. Dezember 2006 fand in der Deutschen Botschaft in Beijing eine kulturelle Veranstaltung zum Gedächtnis an Heinrich Heine und Bertolt Brecht, beide große deutsche Dichter, statt.

2006 ist das Gedenkjahr für Heine und Brecht. Gestorben vor 150 Jahren in Paris, war Heinrich Heine ein berühmter Klassiker, der durch seine Reiseberichte und romantischen Liebesgedichte bekannt war. Gestorben vor 50 Jahren in Ostberlin, war Bertolt Brecht der bedeutendste und einflussreichste Dramatiker Deutschlands im 20. Jahrhundert.

Die Veranstaltung umfasst die Aufführung des Theaterstücks von Brecht „Mutter Courage und ihre Kinder“ durch chinesische Studenten, eine Preisverleihungszeremonie für den diesjährigen Lyrikwettbewerb und ein Konzert von Frau Eva Meier, einer berühmten deutschen Sängerin und Schauspielerin.

Bertolt Brecht hatte tiefe Zuneigung zur chinesischen Kultur. Er brachte den chinesischen klassischen Dichtern und Philosophen wie Lao Zi und Mo Zi große Wertschätzung entgegen und bewunderte die in „Yi Jing“ (Buch der Wandlungen) und „Dao De Jing“ (Der Weg und die Macht) zum Ausdruck gebrachte Weisheit und Dialektik von Orientalen sehr.

Einige Studenten aus der Theatertruppe der Chinesischen Volksuniversität interpretierten in der Aufführung erfolgreich die kritischen Ideen des Theaterstücks „Mutter Courage und ihre Kinder“. Dieses Theaterstück wurde im Jahr 1939 von Brecht geschaffen. In ihm handelt es sich um die Geschichten von „Mutter Courage“, Anna Fierling, und ihre Kinder im Dreißigjährigen Krieg.

„Ich habe mir diese Aufführung mit Tränen angesehen“, sagte Duan Yujie, eine Postgraduierte der Yunnaner Pädagogischen Hochschule. „Ich habe einige Gedichte von Heine gelesen. Aber ich sehe zum ersten Mal ein Drama von Brecht. Ich hätte nicht gedacht, dass es so erschütternd ist.“, so Duan.

Diese 24jährige Studentin wurde dann die Heldin der Preisverleihung für den Lylikwettbewerb.

Im September dieses Jahres veranstaltete die Deutsche Botschaft in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst einen Lyrikwettbewerb in China. Das Thema des Wettbewerbs lautet: „Zeit des Neuen, neue Zeit: Welt, Land und Ich im Umbruch“. „Wir haben dieses Thema gewählt, weil beide Dichter in Zeiten großer Umbrüche gelebt haben und dies in ihren Werken zum Ausdruck gebracht wird“, sagte der deutsche Botschafter, Dr. Stanzel.

Shen Jie, eine Deutsch-Lehrerin aus dem Fremdspracheninstitut der Chinesischen Universität für Politologie und Rechtswesen, meinte, dass dieses Thema dem literarischen Geist der Werke der beiden Dichter entspricht.

Die Teilnehmer des Wettbewerbs, die hauptsächlich Studenten aus verschiedenen Universitäten und Hochschulen Chinas sind, haben der Deutschen Botschaft über 130 Werke angeboten. Duan Yujie gewann mit ihrem Gedicht „Nachtlied“ den ersten Preis. Damit kann sie im nächsten Jahr zwei Monate in Deutschland studieren.

„Das ist für mich eine Überraschung! Ich bin wirklich tief bewegt“., sagte Duan. In ihrer Rede auf der Preisverleihungszeremonie wiederholte Duan zwei Mal das Wort „bewegt“. Für sie, die sie nie Deutsch gelernt hat, werden die deutsche Kultur und alles, was mit der deutschen Kultur zu tun hat, ein neues Feld eröffnen.

Die Veranstaltung gipfelte im Konzert von Frau Eva Meier, die nun in Hongkong lebt. Sie sang hauptsächlich Lieder mit Texten von Bertolt Brecht. Diese Künstlerin ist durch den Bühnenauftritt in verschiedenen Ländern weltweit berühmt geworden.

„Obwohl ihr Gesangsstil kein typischer deutscher Stil ist, mag ich ihre Ausdruckskraft“, sagte Jürgen Reimann, ein Deutscher, der zur Zeit in China für Siemens arbeitet. „Ich mag besonders den in den Texten der Lieder zum Ausdruck gebrachten Geist, der besagt, dass das bittere und schwere Leben eines Tages vorbei sein wird und das Leben großartig ist.“


 

Adresse: BEIJING RUNDSCHAU Baiwanzhuanglu 24,
100037 Beijing, Volksrepublik China