TOURISMUS

Im Jahr 2005 empfing Tibet insgesamt 1,8006 Millionen in- und ausländische Touristen, ein Plus von 47,2 Prozent gegenüber 2004. Davon kamen 1,6793 Millionen aus dem Inland, ein Plus von 49 Prozent; 121 300 aus Übersee, ein Plus von 26,6 Prozent. Die gesamten Einnahmen aus dem Tourismus beliefen sich im Jahr 2005 auf 1,935 Milliarden Yuan, ein Plus von 26,3 Prozent. Die Deviseneinnahmen in diesem Sektor betrugen 44,43 Millionen US-Dollar, ein Plus von 21,4 Prozent.

Der faszinierende Nam Co-See

Nachdem 2006 die Qinghai-Tibet-Eisenbahn dem Verkehr übergeben und der Nyingchi-Flughafen in Betrieb genommen worden ist, wird Tibets Tourismus eine beispiellose Entwicklung erfahren. In den ersten sechs Monaten 2006 hat das Autonome Gebiet Tibet insgesamt 592 000 in- und ausländische Touristen empfangen, ein Plus von 9,2 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum 2005. Davon sind 43 000 ausländische Reisende und 548 000 inländische Reisende, was eine Zunahme um 8,4 Prozent bzw. 9,3 Prozent bedeutete. Die gesamten Einnahmen aus dem Tourismus betrugen 510 Millionen Yuan, ein Plus von 9,1 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum 2005. Der Tourismus entwickelt sich stabil und hat gute Aussichten.

Im Juni 2006 gab es in Tibet 71 Sterne-Hotels und 535 Gästehäuser mit insgesamt 39 144 Betten. Insgesamt 103 000 Menschen arbeiteten im Touristiksektor. 1139 Reiseführer konnten auf Englisch, Japanisch, Deutsch bzw. Französisch Touristen Dienstleistungen anbieten. Es gab zudem 1127 Busse mit 15 001 Plätzen, die Touristen zur Verfügung standen.

Tibet hat zudem in Beijing, Chengdu, Xi’an, Shanghai, Hong Kong, Japan, Nepal und den USA Reisevertretungen eingerichtet, um in- und ausländischen Touristen nach Tibet Dienstleistungen anzubieten. Der Tourismus ist allmählich zu einer neuen Stützindustrie in Tibet geworden. Von 2006 bis 2010 wird Tibet vorrangig den Tourismus entwickeln. Hierfür werden die Richtlinien, die Regierung zuständige Abteilungen zur Entwicklung des Tourismus zu koordinieren, Unternehmen aufzufordern, marktorientiert den Tourismus zu betreiben, und die gesellschaftlichen Kräfte zu mobilisieren, aktiv dabei mitzuwirken, durchgeführt werden. Mit der Verbesserung der Dienstleistungen für in- und ausländische Touristen werden die Reisen der tibetischen Bevölkerung nach dem Ausland angemessen organisiert werden. Zur gleichen Zeit werden größere Anstrengungen unternommen, um die vorhandenen vier Ringreiserouten Lhasa-Nyingchi-Zetang-Lhasa, Lhasa-Yamzhogyumco-Gyangze-Xigaze-Lhasa, Lhasa-Maizhokunggar-Sangri-Zetang-Lhasa und Lhasa-Yangbajain-Damxog-Lhünzhub-Lhasa sowie die wichtigsten Reiseziele wie den Potala-Palast, den Qomolangma, den Weg zum Pferde-Gegen-Tee-Handel in alten Zeiten, Shangri-La, heilige Berge und Seen verstärkt aufzubauen. Bis 2010 soll ein touristisches System, durch das Besichtigung, Expedition, Amüsement und Urlaubmachung sich miteinander verbinden, anfänglich errichtet werden, damit die gesamten Einnahmen aus dem Tourismus über 10 Prozent des Bruttoproduktswerts Tibets ausmachen.

Touristische Ressourcen

Tibet ist reich an touristischen Ressourcen. Tibets Topographie besteht hauptsächlich aus dem nordtibetischen Plateau, dem südtibetischen Tal und der osttibetischen Schlucht. Es gibt hier zahlreiche Reiseattraktionen, die sich auf u. a. Grasland, Sumpfland, Seen, Schluchten, Wälder und schneebedeckte Berge verteilen. In diesem Gebiet gibt es über 50 Gipfel mit einer Höhe von mehr als 7000 Meter und 5 Gipfel mit einer Höhe von mehr als 8000 Meter, davon wird der Qomolangma-Gipfel als ,,dritter Pol der Welt“ bezeichnet. Hier entspringen die vier bekanntesten Flüsse in Asien. Tibet besitzt die größte Anzahl von Seen in China, darunter 3 Seen mit je einer Fläche von über 1000 Quadratkilometern. Was die Waldfläche und den Holzbestand anbelangt, rangiert Tibet landesweit an 5. bzw. 1 Stelle. Die Waldfläche macht 9,8 Prozent der Bodenfläche Tibets aus.

Yumbulagang, der erste Königpalast in der tibetischen Geschichte, ist über 2100 Jahre alt. Die einzigartigen Sehenswürdigkeiten und natürlichen Landschaften in Tibet haben immer mehr in- und ausländische Touristen angezogen.

Tibet verfügt über drei Naturschutzgebiete auf Weltebene, nämlich Qomolangma in Westtibet, Changtang in Nordtibet und die Große Schlucht Yarlung Zangbo in Südosttibet, sowie ein Landschaftsgebiet auf Staatsebene in Yarlong. Es hat ferner viele Landschaftsgebiete in den schneebedeckten Bergen mit Himalaya als Zentrum, im Steppenland Changtang in Nordtibet, in Wäldern und Schluchten in Südosttibet und in heiligen Bergen bzw. an heiligen Seen in Ngari. Auch der Namco-See und der Basum-See zählen zu den wichtigsten Reiseattraktionen Tibets.

Dank einer langen Geschichte verfügt Tibet über zahlreiche Kulturdenkmäler, einschließlich mehr als 1600 unversehrt erhaltener Tempel, in denen viele wertvolle klassische Werke aufbewahrtet werden. Es gibt in Tibet 5 Reisezonen für tibetische Kultur, Sitten und Gebräuche. Sie sind wie folgt: die Touristikzone für Politik, Wirtschaft, Religion und Kultur mit dem Potala-Palast und dem Jokhang-Tempel als Zentren, die Touristikzone für die Wiege der tibetischen Kultur mit dem Palast Yumbulagang und den Tempeln Samye und Changzhub sowie den Gräbern tibetischer Könige in Shannan als Zentren, die Touristikzone für die Religion im hinteren Tibet mit den Tempeln Tashilhunpo und Sagya in Xigaze als Zentren, die Touristikzone für Kulturdenkmäler mit den Ruinen des Guge-Königreiches als Zentrum und die Touristikzone für historische Kultur mit dem alten Weg zum Pferde-Gegen-Tee-Handel in Qamdo als Zentrum.

Darüber hinaus gibt es in Tibet noch drei Kulturdenkmäler, nämlich den Potala-Palast, den Jokhang-Tempel in Lhasa und den Norbulingka-Park, die in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen worden sind; drei historische Kulturstädte auf Staatsebene, nämlich Lhasa, Xigaze und Gyangze, fünf Reiseziele der 4A-Klasse, darunter den Potala-Palast, den Jokhang-Tempel, den Park Norbulingka, das Tibetische Museum und den Basum-See; eine Vorbildreisestadt auf Staatsebene - Lhasa; und mehr als 2000 Kulturdenkmäler, davon stehen 35 unter dem staatlichen Schutz, 48 unter dem Schutz des Autonomen Gebiets Tibet und 168 unter dem Schutz der Bezirke bzw. Kreise. Jetzt ist eine Reiseroute Lhasa-Xigaze-Gyangze für die tibetische Geschichte, Religion und Kultur den Touristen angeboten worden.

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