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Spanienfieber in Beijing

Von Jens Höfling und Xu Bei

Publikum:
Die exakt 100 Abbildungen, von Stierkampfbildern über Markenplakate bis zu revolutionären Propagandapostern, zeigen eindrucksvoll das Potenzial spanischen Designs im Laufe des vergangenen Jahrhunderts. (Foto: Jens Höfling)

Anlässlich des „spanischen Jahres“ herrscht mancherorts in China eine Atmosphäre wie auf der iberischen Halbinsel. So zum Beispiel auf der Ausstellung 300% Spanish Design, die derzeit im Beijing World Art Museum zu sehen ist. Es wird dort eine Auswahl spanischer Design-Ikonen des vergangenen Jahrhunderts präsentiert. Der renommierte Architekt und Gestalter der Ausstellung, Juli Kapella, präsentiert den reichen spanischen Beitrag zur kreativen Kultur der Welt. Insgesamt 300 Originalstücke können dort noch bis November bestaunt werden: 100 Stühle, 100 Lampen und 100 Plakate.

Chupa Chups:
Das Logo des Kult-Dauerlutschers Chupa Chups trägt typische spanische Designelemente und wurde höchstpersönlich vom Surrealisten Salvatore Dali entworfen. (Foto: Jens Höfling)

„Die Ausstellung ist ausgezeichnet, besonders die 100 Plakate“, sagt Cheng Wenjun, Journalistin der spanischen Redaktion von China Heute, „Fast jedes Plakat zeigt ein Stück spanischer Geschichte. Durch die Ausstellung lernt man die Geschichte des spanischen Designs kennen. Außerdem hat mir die Ausstellung verschiedene Kunstrichtungen aus Spanien nahegebracht.“

Spanischer Ritter in der Verbotenen Stadt. (Foto von Xu Bei)

Neben der Ausstellung 300% Spanish Design können die Besucher in der Verbotenen Stadt einen Eindruck von Kunst und Kultur des spanischen Rittertums bekommen. Prächtige Waffen und Rüstungen aus dem Militärmuseum in Madrid sind in Beijings besterhaltener und weltweit größter Palastanlage ausgestellt. Insgesamt 150 Gegenstände sind zu bewundern. Jedes einzelne Kunstwerk ist Teil der historischen Entwicklung der Ritterkultur, die eine wesentliche Rolle in der spanischen Geschichte spielte.

Eröffnungszeremonie der Ausstellung der Kunst und Kultur des spanischen Rittertums. (Foto von Xu Bei)

Zudem können im Rahmen der Ausstellung über zwanzig von der spanischen Königfamilie gesammelte Kunstwerke aus China bestaunt werden. Diese Stücke zeigen eindrucksvoll, dass im 16. und 17. Jahrhundert - als zwischen Spanien und China regelmäßige Handelskontakte bestanden - europäische Aristokraten eine Vorliebe für chinesische Kunst hatten. „ Die Ausstellung ist das Ergebnis von zahlreichen Gesprächen und gemeinsamen Bemühungen zwischen der Museumsverwaltung und dem spanischen Königshof“, meint ein Sprecher des Palastmuseums in der Verbotenen Stadt, dem ehemaligen pompösen Wohnsitz der kaiserlichen Familien der Ming- und Qing-Dynastien.

Die Ausstellung 300% Spanish Design findet noch bis zum 11. November statt. Geöffnet ist sie täglich von 9 bis 18 Uhr. Die Kunstwerke der spanischen Königsfamilie und des spanischen Militärmuseums sind noch bis zum 6. Januar in Beijing zu bestaunen, täglich von 9 bis 17 Uhr.


 

Adresse: BEIJING RUNDSCHAU Baiwanzhuanglu 24,
100037 Beijing, Volksrepublik China