Die Entwicklungszone Nr. 1 in China

Die rapide Entwicklung der „Beijing Tianzhu Airport Industrial Zone“ hat bei ausländischen Investoren große Aufmerksamkeit hervorgerufen.

Von Li Rongxia

Die Beijing Tianzhu Airport Industrial Zone (BAIZ) und ihre Export Processing Zone, eine neu eingerichtete Entwicklungszone in wunderschöner Umgebung und mit Neubauten, liegt nur 1 km vom Internationalen Flughafen der chinesischen Hauptstadt entfernt.

Die BAIZ wurde im Januar 1994 mit einer gesamten Planfläche von 7,8 qkm gegründet. In der ersten Bauphase sind etwa vier Quadratkilometer fertiggestellt worden. In den letzten acht Jahren ist sie zu einem modernen Hightech-Industriepark geworden, der sich in moderner Logistik, in der elektronischen Kommunikationsproduktion und anderen exportorientierten Geschäften engagiert.

Ein besseres Umfeld für Investoren schaffen

Seit mehr als acht Jahren hat das Verwaltungskomitee der BAIZ sein Versprechen, nichts, was heute erledigt werden kann, auf morgen zu verschieben, gehalten und ein gutes Umfeld sowohl für die Arbeit als auch für das Leben geschaffen. 1999 wurde die Beijing Airport Property Management Corp. gegründet, dazu sechs Tochtergesellschaften, um Heizung, Wasser, Strom, sanitäre Anlagen, Sicherheit und Unterkunftsservices zur Verfügung zu stellen. Im Jahr 2000 war die BAIZ die einzige Industriezone auf Staatsebene, die vom Aufbauministerium für ihren bemerkenswerten Level des Eigentummanagementservices gelobt wurde.

Um für reibungslose und bequeme Geschäftsoperationen zu sorgen, verspricht das Verwaltungskomitee Investoren einen schnellen, effizienten und qualitativen Service anzubieten.

Das Service-Center bietet Dienstleistungen in Bezug auf die Planung, Landressourcen, Bauarbeiten, Arbeitskräfte und die Umwelthygiene an. Industrielle und kommerzielle Abteilungen, der Zoll, Finanzagenturen, Steuereinheiten, die Behörde für Öffentliche Sicherheit, das Bankwesen und der Telekommunikationssektor haben alle Niederlassungen in der Zone eingerichtet, so dass Investoren keine Schwierigkeiten haben werden, einen normalen Betrieb zu gewährleisten. Jetzt können alle Formalitäten in Bezug auf die Registrierung und die Bewilligung von Projekten, die Anmeldung im Amt für Öffentliche Sicherheit, Steuer-, Statistik-, Devisenkontroll- und Personalmanagementangelegenheiten sowie Zollerklärungen, ohne die Zone zu verlassen, erledigt werden.

„Der Kunde ist König!“, so lautet das Prinzip der BAIZ. Alle Abteilungen der Zone sehen den Kundenservice als ihre wichtigste Aufgabe, und alle Sektoren sind angehalten, ihre Arbeit kompetent und effizient in einer festgelegten Zeit zu erledigen.

Die BAIZ erhielt im Oktober 2000 als die erste Entwicklungszone in China das ISO9002-Qualitätssystemzertifikat und im November 2001 das ISO14001-Zertifikat für das Umweltsystem. Beide Zertifikate beweisen, dass das Management der BAIZ einen internationalen Standard erreicht hat, was einen neuen Pluspunkt für die Anwerbung von ausländischen Geschäftsleuten hinzufügte.

Es gibt 13 Villenviertel im Süden der Industriezone und fünf mittelklassige Wohnviertel nördlich derselbigen. Eine Reihe von Sporteinrichtungen, darunter ein Golfplatz und eine Rennstrecke, sind nur 15 km entfernt gelegen.

Die BAIZ liegt einen 1 km westlich vom Flughafen Beijings. Fährt man über die Flughafen-Autobahn und weiter über die Autobahn Beijing-Tianjin-Tanggu, ist man nach 90 Minuten schon am Tanggu-Hafen, Tianjin.

Alle diese Vorteile haben ausländische Unternehmen angezogen. Mehr als 150 Firmen aus mehr als 20 Ländern und Regionen haben sich in der Zone niedergelassen, wobei das Gesamtinvestment 1,65 Mrd. US$ betrug. Das Investment pro Projekt liegt durchschnittlich bei 11 Mio. US$ und über 80 Unternehmen haben bereits den Betrieb aufgenommen. Unter den 52 transnationalen Firmen in der Zone gehören 20 zu den  500 Top-Unternehmen der Welt, und 28 chinesische Unternehmen sind sowohl von der Staatlichen Kommission für Wissenschaft und Technologie als auch von der der Beijinger Stadtregierung zu Hightech-Unternehmen ernannt worden.

Eigenschaften

Die IT-Industrie ist der Stützpfeiler der BAIZ. Die Zone hat mehr als 30 IT-Firmen mit einem Gesamtinvestment von 3,8 Mrd. Yuan. JVC, Panasonic, Ericsson und die Beijing Suohong Electronics Corporation sind alle dort präsent. Mit diesen Firmen ist die BAIZ die größte Herstellungsbasis für die schnurlose Telekommunikationsproduktion geworden und zwar mit einer Jahreskapazität von 15 Mio. Handys.

Der Eintritt einer großen Anzahl von globalen Firmen hat eine Zone mit starken internationalen Charakteristika geformt. Das Gesamtinvestment der 52 transnationalen Unternehmen hat 580 Mio. US$ erreicht. Sieben haben ein Investment von über 55 Mio. US$ und 24 über 20 Mio. US$, und das Durchschnittsinvestment pro Projekt liegt bei 15 Mio. US$. Viele bekannte Firmen haben in die BAIZ investiert, darunter die europäische Firma Airbus, Murata, Sony, Panasonic und JVC aus Japan, LG aus der Republik Korea, Ericcson aus Schweden, Motorola und Hewlett aus den USA, BP aus Großbritannien, die East Asiatic Company (EAC) aus Dänemark und WILO aus Deutschland.

Die Hightech-Firmen haben in ihren Geschäftsoperationen erfolgreich die Herstellung mit der technologischen Innovation verbunden. Über 21 verschiedene Produkttypen von 16 Unternehmen in der Zone haben fortschrittliche internationale Standards erreicht. Produkte von sechs Unternehmen haben eine Lücke im inländischen Markt gefüllt. Der Absatz der Hightech-Produkte nehmen 70% der Gesamteinnahmen ein und haben eine Jahreswachstumsrate von 30%.

Ein Flughafengeschäftskreis, der moderne Logistik im Fokus hat, nimmt Gestalt an. Gegenwärtig gibt es 23 Unternehmen mit einem Investment von 4,6 Mrd. Yuan, die in der Luftfahrtindustrie und Flughafenservices engagiert sind. Das Chinesisch-Europäische Luftfahrtausbildungs- und Versorgungszentrum mit einem Investment von 120 Mio. US$ ist eines darunter. Es ist ebenfalls das größte Unterstützungszentrum, das Airbus außerhalb Europas eingerichtet hat. Die FedEx Corp., die EAS International Transportation Corp., die DGM China und DTW sind alle im Logistiksektor aktiv. Die International Air Cargo Corp. und Sun Hung Kai Logistics of Hong Kong haben 1,5 Mrd. Yuan in der Zone investiert. Das Auftauchen dieser Firmen und der rapide Fortschritt der Luftfahrtindustrie haben der BAIZ einen besonderen Vorteil in der Logistik gegeben.

Die BAIZ zielt darauf ab, eine genetische Forschungsbasis aufzubauen, indem die genetische Forschung mit der Biopharmazie kombiniert wird. 13 Firmen in der Zone sind momentan in diesen beiden Bereichen tätig, darunter die Hanmi Pharmaceutical Co. Ltd. mit einem Gesamtinvestment von 700 Mio. Yuan. Das Beijinger Genom-Institut in der Zone entschlüsselte 1% der Genomsequenz des Internationalen Humangenom-Projektes im Juni 2000 und hat ein biotechnologisches Forschungs- und Entwicklungszentrum auf Weltklasseniveau, das größte biologische Informationszentrum und die größte Datenbank des Landes eingerichtet. Die BAIZ soll in diesem Jahrhundert Chinas „Genforschungshochburg“ werden.

Von 1995 bs 2000 erreichte der akkumulierte industrielle Produktionswert der Zone 14 Mrd. Yuan. Das BIP der Zone erreichte 2,71 Mrd. Yuan und schuf 940 Mio. Yuan an Steuern. 2001 erreichte der Absatz 16 Mrd. Yuan und über 510 Mio. Yuan an Steuern wurden entrichtet.

Die Export Processing Zone

Mit einer gesamten Planfläche von 2,73 qkm wurde die Beijing Tianzhu Export Processing Zone im April 2000 mit der Bewilligung des Staatsrates gegründet. Als eine Erweiterung der Industriezone ist sie eine der ersten 15 Zonen für die Verarbeitung von Exportprodukten des Landes und Beijings einzige derartige Zone auf Staatsebene sowie die einzige Zone, die in der Nähe eines Flughafens liegt.

Das Zollamt verwaltet die Zone. Die Unternehmen vor Ort erfreuen sich Begünstigungsmaßnahmen wie z.B., dass die Waren, die sich zwischen der Zone und dem Ausland bewegen, nicht durch Exportquoten registriert werden und jegliche Waren, außer denjenigen, die gesetzlich verboten sind, in der Zone verarbeitet werden dürfen. Darüber hinaus erfreuen sie sich Körperschaftssteuervergünstigungen, dieser Steuersatz beträgt lediglich 15%. Falls ihre Exporte über 70% ihrer Jahresproduktion hinausgehen, wird der Steuersatz weiter auf 10% gesenkt. In China hergestellte Maschinen, Rohmaterialien, Einzelteile, Verpackungsmaterial und notwendige Baueinrichtungen, die die Unternehmen außerhalb der Zone erwerben, werden als Importe betrachtet, damit kann der Verkäufer Steuerrückerstattungen erhalten, und all die o.g. Waren sind von der Steuer befreit. Was die Richtlinien hinsichtlich Devisen anbelangt, dürfen Unternehmen ohne Bewilligung des Staatlichen Devisenkontrollamtes Devisen ins Ausland überweisen. Die Überprüfungs- und Stornierungsformalitäten in Bezug auf die internationale Zahlung sind ebenfalls gestrichen worden.

Am 12. Juni 2001 ging die Export Processing Zone durch eine Überprüfung von acht Ministerien und Abteilungen, darunter das Zollamt. Mehr als 30 000 qm Fabrikgebäude sind fertig gestellt worden. Das Zollerklärungsgebäude mit einer Bürofläche von 5500 qm ist ebenfalls in Betrieb genommen worden. Das 5000 qm große Lager- und Warenzirkulationszentrum ist gerade fertig gestellt worden. Einige Unternehmen haben Fabriken hier geplant, darunter die SMC aus Japan, mit einer Gesamtinvestition von 200 Mio. US$. Die erste Bauphase begann am 28. September 2001, und nach der Fertigstellung wird dies die größte Herstellungsbasis für Pressluftkomponenten in Asien sein.