JINAN

Jinan, die Hauptstadt der Provinz Shandong, befindet sich im zentralwestlichen Teil der Provinz Shandong und ist das politische, wirtschaftliche, wissenschaftlich-technische und kulturelle Zentrum und der wichtige Verkehrsknotenpunkt der ganzen Provinz. Jinan nimmt eine Fläche von 8227 qkm ein und hat eine Bevölkerung von 5,5 Mio. Jinan ist eine bekannte Kulturstadt, eine geöffnete Küstenstadt und eine der ersten Touristenstädte Chinas, die ausgezeichnet wurden.

Jinan ist eine malerische Stadt und reich an Quellen. Deshalb wird Jinan auch als „Quellenstadt“ bezeichnet. Unter hundert Quellen in Jinan sind die Baotu-Quelle, die Quelle des Schwarzen Tigers, die Perlenquelle und die Quelle der Fünf Drachen die bekanntesten. Seit jeher werden die Bewohner Jinans mit Quellwasser versorgt und bauen Trauerweiden an. Der Daming-See, in den hundert Quellen münden, und die umliegenden Sehenswürdigkeiten wie der Berg der Tausend Buddhas, die Drachenhöhlen, der Berg mit fünf Gipfeln und der Lingyan-Tempel prägen Jinans Antlitz. Die neuen Sehenswürdigkeiten wie der Quancheng-Platz und die Welt der Wildtiere lassen die Quellenstadt in neuem Glanz erscheinen.

Jinan blickt auf eine lange Geschichte zurück. Der ehemalige Sitz der Longshan-Kultur in Chengziya war eine der Wiegen der chinesischen Zivilisation. Die Simenta-Pagode (Pagode mit vier Toren) aus der Sui-Dynastie ist die älteste erhaltene einstöckige Pagode aus Stein in China. Die bunten Tonskulpturen für Arhate aus der Song-Dynastie, die im Lingyan-Tempel aufbewahrt werden, werden als „bekannteste Tonskulpturen der Welt“ bezeichnet.

Da in Jinan reiche touristische Ressourcen, ein entwickeltes Verkehrsnetz und beste Dienstleistungen vorhanden sind, wählen viele Touristen bei ihrem Besuch der Provinz Shandong Jinan als ihr erstes Reiseziel aus.

Sehenswürdigkeiten

Der Quancheng-Platz. Der Quancheng-Platz befindet sich im belebsten Stadtteil Jinans. Er grenzt östlich an die Nanmendajie-Straße, westlich an den Botu-Garten und liegt nördlich der Banpengjie- und der Furonjie-Straße; er grenzt südlich an die neue Geschäftsstraße Luoyuan. Wegen seiner geographischen günstigen Position wird er auch als „Empfangsplatz der Stadt“ bezeichnet.

Die Länge des Platzes in östlich-westlicher Richtung beträgt 780 m und dessen Breite in süd-nördlicher Richtung 230 m. Er hat eine Fläche von 16,1 ha.

Die 38 m hohe Drei-Quellen-Skulptur auf dem Quancheng-Platz ist ein Symbol Jinans und spiegelt den Lokalkolorit, die alte Geschichte und Kultur Jinans wider.

Der Park mit der Baotu-Quelle. Der Park der Baotu-Quelle befindet sich im Stadtzentrum Jinans und ist der erste von den drei bekanntesten Sehenswürdigkeiten Jinans. Er grenzt östlich an den Quancheng-Platz, südlich an die Luoyuandajie-Straße, nimmt eine Fläche von 30 ha ein und beherbergt viele Quellen.

Jinan wird seit alters her als „Quellenstadt“ bezeichnet. Historischen Aufzeichnungen zufolge hatte „jede Familie eine Quelle und mehrere Pappeln“. Die Baotu-Quelle ist die größte der 72 bekannten Quellen in Jinan und wird als „erste Quelle der Welt“ bezeichnet. Sie wurde bereits in den Annalen der Frühlings- und Herbstperiode (770-476 v. u. Z.) aufgeführt und kann deshalb auf eine Geschichte von 2700 Jahren zurückblicken. Das Quellwasser ist kristallklar und seine Temperatur liegt das ganze Jahr hindurch bei 18°C. In einigen Tagen schießen 1,5 3 m Quellwasser pro Sekunde aus dem Boden. Die „Emporspritzende Baotu-Quelle“ zählt auch zu den einzigartigen Sehenswürdigkeiten Chinas.

Die Quelle des Schwarzen Tigers. Die Quelle des Schwarzen Tigers, eine der 72 Quellen, befindet sich in der Hehuquanxilu-Straße. Der Namen stammt aus der Jin-Dynastie. Die Quelle sprudelt aus der Yanqing-Höhle und ergießt sich durch drei Felsenspalten, die einen Tigerkopf bilden. Das Quellwasser tost stürmisch in den Abgrund. Yan Bi aus der Ming-Dynastie schrieb in seinem Gedicht mit dem Titel „72 Quellen in Jinan“: „Es scheint, als ob der schwarze Tiger im tiefen Felsen seine Unterkunft hat. Zu Mitternacht, wenn der kalte Nordwind heult, wird der Felsen zerbrochen und der schwarze Tiger springt aus dem Felsen und beschattet das Mondlicht. “

In der Nähe gibt es 14 weitere Quellen wie die Pipa-, die Xizhong- und die Jiuniu-Quelle, die zusammen mit der Quelle des Schwarzen Tigers die Quellengruppe Schwarzer Tiger bilden.

Die Perlenquelle. Die Perlenquelle zählt zu den vier bekannten Quellen in Jinan. Die Quelle entspringt aus der Erde, fließt dann durch eine weiße Sandschicht und erinnert dabei an die Form einer Quellenkette. Das zahlreich sprudelnde Quellwasser sammelt sich und trennt sich wieder. Im Sonnenlicht wirkt die Szenerie wie glänzende unzählige Perlenstränge. Im Quellenteich werden Karpfen gezüchtet, die, wenn sie Wasser speien, den erfreulichen Anblick „Karpfen spielen mit Perlen“ bieten.

Der Botanische Garten von Jinan. Der Botanische Garten von Jinan liegt im Süden von Jinan und nordwestlich von dem Berg der Tausend Buddhas. Er nimmt eine Fläche von 50 ha ein. Er ist einer der botanischen Gärten Chinas, die für ausländische Touristen geöffnet sind.

Er besteht aus einer freien Ausstellungszone für Pflanzen, einem Treibhaus und einer Abteilung zur Zucht von Pflanzen.

Der Ringsförmige Park. Der 6,2 km Ringsförmige Park mit einer Fläche von 40,7 ha, die wie eine Grüngürtel um die alte Stadt liegt, verbindet wie eine Fliederkette den Daming-See mit der Quelle des Schwarzen Tigers, der Baotu-Quelle, der Perlenquelle und dem See der fünf Drachen. Der Park besteht aus dem Winter-, dem Frühlings-, dem Sommer- und Herbst-Landschaftsgarten sowie dem Quanshi-, dem Monatsrosen- und dem Wasserlandschaftsgarten.

Der Park des Sees der fünf Drachen. Der Park des Sees der fünf Drachen befindet sich außerhalb des westlichen Tors der alten Stadt und nördlich von der Luoyuanqiao-Brücke. Der Park trägt wegen des Sees der fünf Drachen seinen Namen. Er besteht u. a. aus einem See, einem Teich, einem Bach und einem Hafen. Außerdem gibt es hier die 26 bekannten Quellen, die die Quellengruppe der fünf Drachen bilden, die zu den fünf größten Quellengruppen in Jinan zählt. Die Qualität des Quellwassers ist besser als die von anderen Quellen.

Der Park des Daming-Sees. Der Park des Daming-Sees zählt zu den bekannten Sehenswürdigkeiten Jinans. Er nimmt eine Fläche von 86 ha ein; fast die Hälfte, nämlich 46 ha gehören dem Daming-See. Sechs Sehenswürdigkeiten wie der Lixia-Pavillon befinden sich im See. Der See wird aus den Gewässern der Perlenquelle, der Baotu-Quelle und der Forong-Quelle gespeist. Im Daming-See wachsen seit jeher Lotosblumen, am Seeufer reihen sich Trauerweiden, Pflanzen und andere Bäume aneinander.

„Im Daming-See wachsen Lotosblumen und an dessen Ufern Trauerweiden, Jinan ist von Bergen umgeben und der Daming-See nimmt die halbe Fläche der Stadt ein“¾ diese Verse aus einem alten Gedicht lassen sich noch heute auf Jinan anwenden.

Der ehemalige Sitz der Longshan-Kultur in Chengziya. Als 1928 in Chengziya, Ortschaft Longshan, einem Vorort von Jinan, schwarzer Ton ¾ ein  typischer Kulturgegenstand aus der Longshan-Kultur ¾ entdeckt wurde, wurde der Begriff „Longshan-Kultur“ zum ersten Mal veröffentlicht. Die Longshan-Kultur beruht auf einer 4000 Jahre alten Geschichte und zählt zu den drei ältesten Kulturen Chinas (Yangshao-, Dawenkou- und Longshan-Kultur). Freigelegte zahlreiche von der Sippengemeinschaft verwendete Produktionsmittel und schwarze Tonwaren in schönen Formen und fester Struktur sind Zeugnis der hohen Herstellungstechnologie der Urmenschen.

Die Drachenhöhlen. Die Drachenhöhlen liegen in einem Vorort, 15 km südöstlich von Jinan entfernt. Zhang Yanghao, ein berühmter Gelehrter aus der Yuan-Dynastie, behauptete, „die Drachenhöhlen sind berühmter als die Berge und Quellen in Lixia (heute Jinan)“. An den Außenwänden der Drachenhöhlen und sowie im Innern sind viele in Felsen gehauene Buddhastatuen aus der Östlichen Wei-, der Sui-, der Tang- bis zur Yuan-Dynastie erhalten. Man kann Widmungen von Gelehrten und Beamten aus der Song-, der Yuan-, der Ming- und der Qing-Dynastie sehen. Das Drachenhöhlen-Landschaftsgebiet besteht aus den östlichen und den westlichen Drachenhöhlen und dem Drachenhöhlentempel.

Der Lingyan-Tempel. Der Lingyan-Tempel befindet sich in der Ortschaft Wande, Provinz Shandong, 40 km südlich von Jinan und 25 km nördlich von Taian entfernt.

Der Lingyan-Tempel wurde in der Östlichen Jin-Dynastie (317-420) errichtet, entwickelte sich in der Nördlichen Wei-Dynastie (386-534) weiter und erreichte in der Tang-Dynastie (618-907) sowie in der Song-Dynastie (960-1279) seine Blütezeit. Er war der erste der vier ältesten Tempel Chinas und zählt zu den Schwerpunktdenkmälern unter dem staatlichen Schutz. In der prächtigen „Halle der Tausend Buddhas“ werden 40 bunte Tonskulpturen für Arhate aus der Song-Dynastie, die lebensecht wirken, aufbewahrt. Sie wurden von Liang Qichao, einem berühmten Gelehrten aus der Qing-Dynastie, als „bekannteste Tonskulpturen der Welt“ bezeichnet. Sie zählen zu den beeindruckendsten Kulturgegenständen Chinas. Der kunstvoll gebaute Pagodenwald kann ebenfalls als Wunder seiner Art bezeichnet werden.

Der Jinaner Große Süd-Moschee. Die Jinaner Große Süd-Moschee zählt zu den landesbekannten Moscheen und zu den Schwerpunktdenkmälern unter dem Denkmalschutz der Provinz und der Stadt. Es gibt in der Moschee 56 Kalligraphien, mit Inschriften versehene Tafeln und Versrollen von Gelehrten aus der Ming- und der Qing-Dynastie sowie 37 Steintafeln. Die Haupthalle hat eine Fläche von 1200 m2. Und sie besteht aus einer feinen Holzkonstruktion mit bemalten Wänden sowie zwölf Fenstern im arabischen Stil. Sie zählt zu den bemerkenswerten Denkmälern.

Der Berg mit fünf Gipfeln. Der Berg mit fünf Gipfeln befindet sich im Kreis Changqing, 22 km südlich von Jinan entfernt, und ist ein wichtiges Landschaftsgebiet auf der Goldenen Reiseroute auf Staatsebene , die den Taishan-Berg, den Gelbe Fluß und den Wohnsitz von Konfuzius umfaßt. Kennzeichnend für den Berg sind die fünf hintereinander liegenden Gipfel, die Vegetation mit ihrem alten Baumbestand, die Höhlen, die von Wolken umhüllt sind, und die sprudelnden Felsen-Quellen. Seither zählt dieser Berg zusammen mit dem Taishan- und dem Lingyan- Berg zu den drei bekanntesten Bergen im Zentrum der Provinz Shandong. Er zählt zu den Ausläufern des Taishan-Berges. Der Namen des Berges ist auf seine fünf Gipfel (Der Gipfel der Begrüßung der Gottheit, der Gipfel der Beobachtung der Gottheit, der Gipfel der Zusammenkunft mit der Gottheit, der Gipfel der Sehnsucht nach der Gottheit und der Gipfel der Gottheiten) zurückzuführen.

Der Ahnentempel der Familie Guo auf dem Xiaotangshan-Berg. Der Ahnentempel der Familie Guo befindet sich auf dem Xiaotangshan-Berg, 22 km südwestlich vom Changqing-Kreis entfernt. Der Ahnentempel aus Stein wurde in der Östlichen Han-Dynastie (im 1. Jahrhundert) erbaut und gilt als das bis heute älteste erhaltene Bauwerk auf der Erde. Man gab man das Gebäude als den Ahnentempel Guo Jus aus, einer von 72 pietätvollen Söhnen. Es handelt sich dabei um ein gut erhaltenes Bauwerk aus der Han-Dynastie. 1961 wurde der Ahnentempel vom Staatsrat unter den staatlichen Denkmalschutz gestellt.

Das Simenta-Landschaftsgebiet. Das Simenta-Landschaftsgebiet auf Staatsebene liegt in der südlichen Gebirgsgegend Jinans und befindet sich im Liubu-Waldpark. Dieses Landschaftsgebiet beruht auf einer alten Geschichte. Im Landschaftsgebiet sind eine Simenta-Pagode (Pagode mit vier Toren) aus der Sui-Dynastie, der Hügel der Tausenden Budddhas und eine Pagode der Drachen und Tiger aus der Tang-Dynastie, Gedenktafeln, Gräber, ein Pagodenwald aus der Yuan-, der Ming- und Qing-Dynastie, Quellen, Wasserfälle, Bambushaine und der Garten auf dem Jinniushan-Berg zu besichtigen.

Die Simenta-Pagode ist eine 15,4 m hohe einstöckige Pagode aus grauen Steinen (jeder ist 7,4 m breit), die an Ort und Stelle gewonnen wurden. An jeder Pagodenseite wurde ein halbrundes Bogentor eingeplant, deshalb wird sie seit der Song-Dynastie als „Simenta“(Pagode mit vier Toren) bezeichnet. Untersuchungen beweisen, daß diese Padode aus der Sui-Dynastie stammt und die älteste erhaltene Pagode aus Stein in China ist.

Die Brücken über dem Gelben Fluß. In Luokou, dem nördlichen Stadtteil Jinans, spannt sich eine doppelspurige Eisenbahnbrücke über den Gelben Fluß, die gleichzeitig die bedeutendste Eisenbahnbrücke auf der Strecke Beijing-Shanghai ist. Die Spannbeton-Durchlaufbalken-Schrägseilbrücke auf der Landstraße, die östlich von Luokou an das andere Ufer des Gelben Flusses führt, ist die mit der größten Spannweite ihrer Art in China. An der nordwestlich Auffahrt der Ringautobahn steht die sechsspurige Jinan-Autobahnbrücke über dem Huanghe-Fluß, die als die größte und breiteste Brücke im Bereich des Gelben Flusses gilt. Alle drei Brücken bieten ein herrliches Panorama über den Gelben Fluß.

Das Liantaishan-Landschaftsgebiet. Das Liantaishan-Landschaftsgebiet befindet sich in der Ortschaft Zhangxia, Kreis Changqing. Der Liantaishan-Berg sieht wie eine Lotosblume und ein buddhistischer Statuensockel aus. Als der Taoismus im Altertum blühte, stand hier ein taoistischer Tempel. Heute sind noch der Sanyuan-Palast, der Tempel für den Unsterblichen Zhang, der Tempel für Lü Cunyang, der Tempel der neun Weisen, der Jadekaiser-Tempel, die Haupthalle der Buddhas und einige Steintafeln erhalten. Auf dem Liantaishan-Berg gibt es zahlreiche geheimnisvolle Höhlen wie die Loujing-, die Sanqing- und die Baigua-Höhle. Das Liantaishan-Landschaftsgebiet ist dank seiner schönen Umgebung, seinem eizigartigen Klima, ökologischen Gleichgewicht sowohl ein Traumland wie ein Paradies auf Erden.

Der Park auf dem Berg der Tausend Buddhas. Der Park im südlichen Teil Jinans liegt 285 m über dem Meeresspiegel, nimmt eine Fläche von 166 ha ein und zählt zu den drei bekanntesten Sehenswürdigkeiten Jinans. In der Regierungszeit der Sui-Dynastie (581-618) wurden am Berghang die Grotten mit zahlreichen Buddhastatuen angelegt. Gleichzeitig wurde der „Tempel der Hundert Buddhas“ errichtet. Der Berg erhielt deshalb den Namen „Qianfoshan“ (Berg der Tausend Buddhas). Die Formulierung „abgeschiedener Berg mit einem alten Tempel“ spiegelt die Landschaft dieses Parks wider. 1995 wurde der Park von der Volksregierung der Provinz Shandong zu einem der sieben Landschaftsgebiete erklärt.

Das Jinaner Museum. Das Jinaner Museum befindet sich in der Jing Shiyilu-Str. 11.

Es ist das erste umfassende Museum auf Provinzebene in China. Es beherbergt 210 000 Kulturgegenstände und  Musterstücke, darunter sind drei Kulturstände der Klasse der staatlichen Schätze, 1388 Kulturgegenstände erster Klasse; 120 000 Bücher. Der Bestand des Museums besteht meistens aus Kulturgegenständen. Zu den aufbewahrten Kulturgegenständen zählen u. a. Schädel- und Zahnfossilien aus der vorgeschichtlichen Zeit vor 40 000 bis 500 000 Jahren des Xinyuan-Affenmenschen. Bemalte, weiße und schwarze Tonwaren der Dawenkou- und der Longshan-Kultur, 5000 Orakelknocheninschriften aus der Song-Dynastie und die „Kriegskunst von Sun Zi“ und die „Kriegskunst von Sun Bin“ aus der Westlichen Han-Dynastie, die auf Banbustäfelchen geschrieben wurden, werden auch aufbewahrt.

Der Zoo in Jinan. Der Zoo in Jinan befindet sich im Norden des Stadtteils Jinans und zählt zu den größten Zoos Chinas. Der Grundstein wurde im Oktober 1959 gelegt und festgestellt am 1. Mai 1960. Anfangs wurde er noch „Park der Goldenen Rinder“ genannt, bis er am 8. September 1988 auf den Namen „Jinaner Zoo“ umgetauft wurde. Er nimmt eine Fläche von 67 ha ein.

Dieser Zoo stellt Tiere aus, verbreitet Kenntnisse über Tiere, den Tierschutz und die Forschung von Tieren und ist auf die Tierzucht spezialisiert. Im Zoo leben 5000 Tiere von unterschiedlichen 300 Arten wie Großer Panda, Stumpfnasenaffe, asiatischer und afrikanischer Elefant.

„Die Welt der Wildtiere Jinans“. Die „Welt der Wildtiere Jinans“ spielt sich hauptsächlich auf dem Paomaling-Berg ab, 40 km südöstlich von Jinan entfernt. Paomaling ist deshalb bekannt, weil der Kaiser Li Shimin aus der Tang-Dynastie seine Soldaten hier trainieren ließ, als er seinen Feldzug gegen den Osten unternahm. Paomaling liegt 700 m über dem Meeresspiegel und ist ein malerisches Gebiet mit einem üppigen Pflanzenreich. Das Gebiet umfaßt eine Fläche von 667 ha. Paomaling bildet zusammen mit der Steinpagode — die Pagode mit den  vier Toren — , dem Landschaftsgebiet des auf dem Bauch liegenden Tigers und dem Jinxiuchuan-Landschaftsgebiet einen touristischen Ring. 1992 wurde Paomaling vom Ministerium für Forstwirtschaft zum Waldpark auf Staatsebene erklärt.

Die Welt der Wildtiere Jinans ist in fünf Zonen aufgegliedert werden, einer für Dienstleistungen, einer für Wanderer, einer für Pflanzenfresser, einer für Bräuche und Sitten und einer für Raubtiere. Hier leben 150 Tierarten mit insgesamt 10 000 Exemplaren.

Der Osten-Hawai-Vergnügungspark auf dem Wasser. Der Osten-Hawai-Vergnügungspark auf dem Wasser ist ein künstlich angelegter Park im Stil der hawaiischen Landschaft und besteht u. a. aus Wasserfällen, Kokospalmen, Stränden und Wellenszenerien. Verschiedene Wassersportarten werden angeboten. Er ist der erste große chinesische umfassende überdachte Vergnügungspark auf dem Wasser.

Das Shandong-Kultur- und Vergnügungszentrum (Lishan-Theater). Es befindet sich an der Kreuzung des mittleren Abschnitts der Lishanlu-Straße und der Luoyuandajie-Straße und ist ein modernes Theater mit Mehrfachfunktionen.

Gastronomie

Jinans Gastronomie ist sehr entwickelt. Die Shandong-Küche herrscht hier vor, die zu den vier bekanntesten Küchen Chinas zählt. Sie besteht aus zahlreichen feinen Rohstoffen und Zutaten und schmeckt kräftig. Zu den typischen Gerichten der Shandong-Küche zählen „Geschmorte Seegurken mit Porree“, „Geschmorte Eier der Schwarzen Fische (Ophiocephalus argus, eine Art Schlangenkopffisch)“, „Krabbengelb und Haifischflossen“ sowie „Dezhou-Brathuhn“. Ferner finden Touristen mit etwas Glück in den Restaurants selber besonders leckere Spezialitäten.

Das Mingquge-Teehaus. Das Mingqugeyuan-Teehaus des Quyiyuan-Vergnügungssparks der Stadt Jinan ist das einzige Theater für Balladenveranstaltungen in Jinan und war das erste für ausländische Touristen geöffnete Theater in der Provinz Shandong. Hier finden hauptsächlich Balladenveranstaltungen statt und Opernstücke werden aufgeführt. Auf Bitte der Zuschauer werden traditionelle Opernarien gesungen

sowie Vokal- und Instrumentalmusiken, Akrobatik und  Zauberkünste gespielt, die nicht im eigentlichen Stück eingebettet sind. Das Teehaus ist ein idealer Platz für Unterhaltung, gesellschaftliche Kontakte und Handelsgespräche. Auf Bitten von Besuchergruppen reagiert es flexibel und gibt Zusatzveranstaltungen bzw. verändert das Spielprogramm.

Das Mingquge-Teehaus befindet sich im Stadt- und Handelszentrum bzw. im Daguanyuan-Kaufhaus. Es liegt verkehrsgünstig. Man kann mit einem Troulleybus und anderen öffentlichen Verkehrsmitteln das Teehaus erreichen

Einkäufe

In Jinan gibt es viele Einkaufszentren, die eine breite Produktauswahl anbieten. Zu den typischen lokalen Erzeugnissen zählen der Rote Apfel aus Xiushui (auch Xiushuihong-Apfel genannt), der knackig ist und lange Zeit gelagert werden kann; der duftende Reis aus Mingshui, der Porree aus Zhangqiu, die Hirse aus Longshan, die Lotoswurzel aus Mingshui, „Ajiao“ (aus Eselhaut gewonnenes Stärkungsmittel) der Marke Glück, die bekannten schwarzen Tonwaren aus Longshan und die Moyu-Steinschnitzereien.

Verkehrsmittel

Die Stadt Jinan ist einer der Verkehrsknotenpunkte in den östchinesischen Küstengebieten und ist sowohl mit dem Flugzeug wie mit dem Auto günstig zu erreichen.

Klima

Jinan liegt in der nördlichen gemäßigten Klimazone; hier herrscht Kontinental-Monsunklima vor. Die vier Jahreszeiten unterscheiden sich deutlich voneinander. Es ist im Frühling warm und trocken, im Sommer heiß und feucht, im Herbst beherrscht ein blauer Himmel und reine Luft die Stadt und im Winter ist es kalt, aber sonnig. Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei 14,2°C, der durchschnittliche Jahresniederschlag bei 685 mm. Der Januar ist der kälteste, der Juli ist der heißeste Monat. Die Jahreszeit vom März bis zum November gelten als Reisehochsaison.